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#16 - Highlandtour Teil 2

Hallo aus dem Bus nach Thurso.
Unser Aufenthalt in Inverness ist vorbei und wir sind auf dem Weg zum Nordzipfel des schottischen Festlands :)
Die Sonne scheint und es wird ziemlich warm am Busfenster. Leider hatten wir gestern nicht so ein Glück mit dem Wetter: Den gesamten Tag waren wir im Regen unterwegs und mussten die Kamera in Marcs Schal wickeln, damit sie nicht nass wurde.

Der gestrige Tag begann für uns wieder etwas früher als gewohnt: Halb 8 klingelten unsere beiden Handys und um 8 saßen wir am Frühstückstisch. Es gab Toast mit möchtegern-Nutella und Cornflakes. Für mich noch 2 Mandarinen und dann waren wir für den Tag gestärkt. Wie schon erwähnt, erwartete uns vor der Haustür das typisch schottische Wetter. Unser erster Weg ging Richtung Fluss Ness, welcher sich an der Burg, die wir gestern Abend noch besichtigten, entlang windet. Etwas weiter im Süden befinden sich die Ness Islands, kleine Inseln im Fluss, welche wir uns ansehen wollten. Diese waren dann aber, aus der Nähe betrachtet, weniger spektakulär. Wir überquerten die Verbindungsbrücken zwischen den einzelnen kleinen Inseln um auf die andere Seite von River Ness zu gelangen. Dort setzten wir unseren Spaziergang fort. Unser Weg entlang des Flussufers, wieder zurück Richtung Stadtzentrum, führte uns vorbei an vielen Kirchen, einem Theater und anderen Häusern, die ihr in unserer Bildergalerie bewundern könnt ;)
Marcs Wunsch war es, bis zur Mündung des River Ness' ins Meer zu laufen. Also hielten wir uns an unseren Weg. Nachdem wir dann bestimmt eine Stunde unterwegs waren, kamen wir dem Meer schon ziemlich nahe. Allerdings hatten wir bald keine Lust mehr weiter in diese Richtung zu laufen. Ein Grund war definitiv das Wetter, aber auch die Tatsache, dass wir uns mittlerweile im nicht so schönen Hafen-/Industriegebiet befanden, ließ uns wieder umkehren. Als wir wieder im Stadtzentrum ankamen, meldete sich der Bauch und rief nach Essen. Für Marc's Bauch gab's dann Donner(hihi) Kebab und für meinen Ciabattabrot mit Mozzarella und Pepperoni – beides sehr lecker. Währen des Essens suchten wir uns einen Bus aus, der uns in die Nähe des Loch Ness' bringen sollte. Dieser See musste ja auf alle Fälle besichtigt werden, um selbst rauszufinden, wie es um die Existenz des Monsters Nessie steht...
Gleich nach dem Mittag machten wir uns also auf zum Busbahnhof, um von dort nach Drumnadrochit zu fahren. Dieser Ort befindet sich in der Nähe des Loch Ness' und ist geradezu auf den Nessietourismus ausgerichtet: Ein Nessiemuseum, Nessiehotels, Nessierestaurans und jede Menge andere Nessieattraktionen...
Unser Ziel war aber das Schloss Urquhart Castle, welches sich unmittelbar am Loch Ness befindet und für dessen Erreichen wir noch ein Stück zu laufen hatten. Theoretisch hätten wir das Stück bis zur Burg mit dem Bus zurücklegen können, doch das bemerkten wir zu spät und unsere Fahrkarte galt auch nur bis Drumnadrochit. Aber es war ja auch gerade mal halb 2 und an das nasse Wetter hatten wir uns inzwischen gewöhnt, also liefen wir los. Außerdem hatten wir so die Möglichkeit wieder viele Schafe zu knipsen. Es dauerte ungefähr eine Stunde bis wir die Burg erreichten. Wie erwartet, war dieser Ort der Hauptziel aller Touristen: Reisebusse entluden jede Menge Schaulustige und Schilder in allen Sprachen hießen die Touristen willkommen. Uns aber war das Geld für den Eintritt der Burgruine, die man auch von unserem Standpunkt aus gut überblicken konnte, zu schade. Damit blieb uns allerdings die Möglichkeit verwehrt, näher an Loch Ness heranzukommen. Der See an sich war aber, aufgrund seiner Größe und Umgebung, wirklich beeindruckend und wir schossen die besten Fotos, die man bei diesem Regen hätte machen können. Nebelschwaden an den angrenzenden Felswänden ließen den See teilweise in einem düsteren und geheimnisvollen Bild erscheinen, was der Glaubwürdigkeit der Geschichte eines Seeungeheuers zu Gute kam... Die Wasseroberfläche blieb aber, bis auf ein paar Wellen durch den Wind, sehr ruhig – Wir müssen jetzt also alle Leser enttäuschen, wenn wir euch sagen, dass wir keine Nessie gesichtet haben :)
Wir machten uns wieder, mit vielen Fotos in der gut verpackten Kamera, auf den Heimweg. In Inverness zurück, besuchten wir noch das hochgelobte Einkaufszentrum Eastgate und gingen dann nochmal kurz zum Busbahnhof, um die Weiterfahrt für den nächsten Tag zu planen. Ein bisschen Panik verbreitete sich, als wir erfuhren, dass der Bus, den wir nach Scrabster nehmen wollen, um von dort mit der Fähre auf die Orkneyinseln überzusetzen, nur einmal am Tag, um 14:25, fährt. Die Fahrt zu dem Ort dauert fast 4 Stunden und das wiederum würde bedeuten, dass wir erst gegen halb 9 am Abend auf der Insel ankämen – das wäre dann mit der Hotelsuche wieder so eine Sache... Panik hin oder her, wir brauchten Internet um etwas schlauer zu werden. Wir suchten uns eine Bar, in der es angeblich WiFi gab und so bestellten wir dort 2 heiße Schokoladen. Allerdings warteten wir mit unserem Notebook vergeblich auf das Internet und wärmten uns lediglich mit unserem warmen Getränken auf.
Nach einem 1-stündigen Aufenthalt in unserer Unterkunft und einem kurzen Mittagsschlaf für Marc ging es zu McDonalds – Hunger hatten wir keinen aber wir brauchten ja immer noch Internet. Wiedermal kamen unsere SnapFaxes zum Einsatz (Karten für Studentenrabatt) und wir kauften uns ein billiges, kalorienreiches Abendbrot :) Im Netz bestätigte sich die Tatsache, dass der gewünschte Bus nur ein Mal am Tag nach Scrabster ging, aber ansonsten weitere Male die Nachbarstadt Thurso anfuhr. Also entschlossen wir uns am nächsten Tag genau so einen zu nehmen und dann von dort nach Scrabster weiterzufahren – irgendeine Verbindung wird es zwischen den Städten schon geben....
Zufrieden gingen wir nach Hause, klärten mit der Managerin unserer Unterkunft die frühe Zeit des Check Outs am nächsten Tag ab und gingen bald ins Bett.

Heute ging's also wieder viertel 8 aus den Federn und wir nahmen dreiviertel 8 unser Frühstück zu uns. Wir verabschiedeten uns von der netten Managerin und gingen zum Busbahnhof. Dort holten wir unsere Tickets für den Bus und machten uns auf unsere 4-stündige Busreise. Auch wenn die Fahrt anstrengend und viel zu lang war, genossen wir doch den Ausblick der vorbeiziehenden Landschaft: Burgen, schroffe Felsklippen, Meer, Wiese, Berge, Schafe :)
Je nördlicher wir fuhren, desto weniger Zivilisation schien es zu geben. Aber was wir sahen, gefiel uns :)
Als wir dann endlich in der letzten, nördlichsten „stadtähnlichen Siedlung“ Schottlands (Zitat aus Marcs Reiseführer) ankamen, war die Endhaltestelle Thurso erreicht und wir konnten uns endlich aus unseren Bussitzen hochquälen. Aber Zeit zum Ausruhen gab es keine, da wir uns um eine Transportmöglichkeit nach Srcabster suchen mussten uns wir dafür wirklich nicht viel Zeit hatten, da die Fähre eine halbe Stunde später ablegte. Wir entdeckten einen Busplan – Spitze!!!
Danach die Enttäuschung: Er fuhr nur alle 2 Stunden und ausgerechnet in dem Moment nicht... Die Frau im Bahnhofsgebäude konnte uns allerdings weiterhelfen, indem sie ein Taxi für uns anforderte. Dieses stand auch ein paar Minuten später vor dem Bahnhof. Die Taxifahrt war kurz aber wirklich lustig, da der Taxifahrer, wie sie halt so sind, viel zu fragen hatte. Er wollte zum Beispiel von uns wissen, woher wir kommen, wie wir Schottland finden, auf welcher Straßenseite man in Deutschland fährt (seiner Meinung nach auf der falschen ;) ) und ob wir gute Seefahrer sind (?)...
Er klärte uns außerdem über den schottischen Winter auf: meistens eher mit weniger Schnee, wenn der Wind denn aus Norden kommt. Kommt er aber aus dem Westen, wird der Winter rau und verschneit, genannt wird der Wind dann bei den Schotten: die russische Kälte ^^
Wenig später erreichten wir den Hafen Scrabster's. Wieder wurde uns aber ein Stein in den Weg gelegt, als der Taxifahrer meinte, dass wir wahrscheinlich nicht mehr auf die Fähre gelassen werden, da eine halbe Stunde vor Abfahrt deren Zugänge geschlossen werden.
Uns rutschte das Herz in die Hosen und wir drückten uns die Daumen, dass wir doch noch Glück hätten und wir nicht sinnlos in dieses, sonst sinnlose, Dörfchen gefahren sind. Daumendrücken scheint geholfen zu haben, denn die Schranken zum Schiff waren noch oben. Schnell verabschiedeten wir uns von unseren netten Taxifahrer, bezahlten und rannten zum Terminal. Auch hier ließ man uns noch passieren und nachdem wir wieder um einige Pfund ärmer waren ging es auf das große Schiff, dass nur auf uns Nachzügler wartete, um abzulegen.
Das Schiff war ein recht großes und ziemlich nobel eingerichtet. Neben Restaurant und Bar gab es auch diverse Shops und eine Spielehalle, sowie ein Sonnendeck ;)
Nachdem sich bei uns der Schreck und die Aufregung vom Stress legte, suchten wir uns ein Plätzchen, welches wir dann aber bald wieder verließen, um das Bordrestaurant aufzusuchen.
Das Schiff setzte sich in Gang und wir bestellten unsere ausgewählten Speisen. Nachdem das Schiff ein paar Minuten gefahren war, begann es einem ziemlich schwer zu fallen, sich gerade fortzubewegen: Durch starken Wellengang schaukelte das Schiff unaufhaltsam vor und zurück und ließ dessen Passagiere ordentlich durch die Gänge taumeln. Ein wenig mulmig wurde uns schon, ließen uns aber nicht weiter beirren und aßen unser Mittag, während der Blick aufs Meer unsere Mägen beruhigte.
Das Essen war leider nicht so lecker, aber es hat satt gemacht und so konnten wir uns noch ein wenig auf dem Schiff umsehen. Wir liefen, nein schwankten, zum Sonnendeck um von dort die näherrückenden Felswände der Insel Hoy zu fotografieren. Besonders fotografisch war der „Old Man of Hoy“, ein einzelner, hoher und schmaler Felsen vor der Insel, sowie „St. Johns Head“, ein Felsgebilde, in welchem sich zumindest eine breite Nase erkennen lässt ;)
Nach 1,5 Stunden wackeliger Schifffahrt, erreichten wir Stromness, die südlichste Stadt auf der Hauptinsel von Orkney. Viele kleine, graue Häuser und ein altertümliches „Stadt“bild erwartete uns. Eine wirklich schöne Umgebung, in der man, gerade bei diesem supersonnigem Wetter, entspannen und sich wohlfühlen kann. Bevor wir aber beginnen konnten, die Insel zu erkunden, musste erst eine Bleibe für die nächste Nacht gefunden werden. Unser erstes Ziel war Ferry Inn, welches sich direkt gegenüber vom Hafen befindet. Wir blieben bei dieser Wahl, obwohl wir es im Nachhinein ein wenig bereuten: Das Zimmer, welches uns erwartete, war das bisher ungemütlichste und trotzdem teuerste. Ist leider nicht mehr zu ändern und Morgen checken wir auch wieder aus. Jedenfalls konnten wir unser Gepäck im Zimmer lassen und uns auf Erkundungstour begeben. Wir liefen durch die engen Gassen, welche pures Urlaubsgefühl erweckten und trotzdem wir noch ein wenig verärgert waren, wegen unserer Hotelwahl, genossen wir dir ruhige und friedliche Ausstrahlung des kleinen Dorfes. Später ging es in die Natur, welche mit ihren typischen moosbedeckten Hügeln auf uns wartete. Wir konnten garnicht genug fotografieren und die Sonne verstärkte noch den Drang, alles mit der Kamera festzuhalten.
Ich erwartete eigentlich mehr Schafe auf den Wiesen der Insel, wurde hier aber in dieser Hinsicht enttäuscht. Um so mehr freute ich mich, als wir die ersten 2 sichteten. Später erregten aber andere Tiere unsere Aufmerksamkeit: Für die Insel typische Vögel, mit langen roten Schnäbeln und schwarzweißem Gefieder. Auch wenn es vielleicht doof klingt, wir wollten unbedingt so einen Vogel vor die Linse bekommen! Bisher haben wir nur Fotos aus fernster Ferne und hoffen auf bessere Chancen. Mich erfreute vorallem ein riesiger Kaninchenbau, um welchen es ständig im Gras wackelte und ein Wildkaninchen vorbei hoppelte (Grüße an Ole und Emy! :) ).
Als es langsam später wurde, drehten wir wieder um, um zurück zum Hotel zu laufen. Wir besorgten uns noch in einem kleinen Dorfladen Kekse, was zum Trinken und etwas für unser morgiges Frühstück (Auf das vom Hotel verzichteten wir, da es uns zu teuer erschien).
Bevor es dann wirklich wieder ins Hotelzimmer ging, machten wir uns noch in Sachen Busplan nach Kirkwall schlau, da das unser nächstes Ziel darstellt.

Mittlerweile sind wir schon wieder eine Weile in unserer Unterkunft, haben glücklicherweise Internet, hören die Musik aus dem Pub unter uns und werden bald schlafen – Marc ist bereits im Traumland ;).

Gute Nacht und bis zum nächsten Bericht,

die 2, vorübergehenden, Orkadier

Anmerkung: Ich entschuldige mich schonmal für die eventuell entstandenen Schreib-, Ausdrucksfehler, bin aber im Moment zu müde um nochmal drüber zu gucken. Werde sie auf alle Fälle in Bälde beseitigen, versprochen :)
Außerdem muss ich noch gestehen, dass ihr wohl erst nach unserer Tour die Bilder dazu bewundern könnt, da wir hier nicht wirklich die Gelegenheit haben, sie hochzuladen...

#15 - Highlandtour Teil 1

Wieder sitzen wir im Bus zur nächsten Station unserer Highlandtour. Unser heutiges Ziel heißt Inverness, eine Stadt nahe des Loch Ness' und die Hauptstadt der Highlands.

Aber ich will nichts überstürzen und wieder ganz von vorne mit meinem Bericht anfangen. Schon lange planten wir 2 eine etwas weitere und vor allem mehrtägige Tour zu starten, in welcher wir die Möglichkeit haben besonders die Highlands Schottlands näher kennen zu lernen.
Wie schon erwähnt, entdeckten wir bei einem Besuch ich der Glasgow Main-Busstation ein Ticket namens Explorer Pass, mit welchem wir innerhalb von 10 Tagen an 5 ausgewählten Tagen mit diversen Bussen einer Buscompany durch Schottland fahren können.
Letztes Wochenende legte sich vor allem Marc ins Zeug, um die Tour etwas durchzuplanen und die einzelnen Ziele heraus zu suchen. So wage setzten wir deren Termin auf Mitte dieser Woche. Als wir dann aber durch Zufall – alle Kommilitonen wünschten sich schöne Ferien – erfuhren, dass wir über Ostern frei haben, legten wir den Beginn unseres Ausflugs spontan auf den Sonntag, 03.04..
Nachdem diese kurzfristige Entscheidung am Samstag gefällt worden war, blieb uns nun noch ein halber Tag Zeit für's Packen - Angefangen haben wir dann aber trotzdem erst gegen 9 pm.

Sonntag klingelte unser Wecker dann halb 6 und langsam quälten wir uns aus dem Bett. Schnell war das Frühstück erledigt und schon ging es, bepackt mit Rucksack und großer Tasche, zur Bushaltestelle. In Glasgow liefen wir dann zur großen Busstation, um uns dort den Explorer Pass zu besorgen. Kurz vor 8 saßen wir nun endlich im Bus nach Aberdeen, unserem ersten Ausflugsziel. Wir hatten für keine Stadt, die wir die Tage besuchen wollten, eine Unterkunft gebucht und wollten uns vor Ort spontan etwas suchen. Für Aberdeen hatten wir uns zumindest ein paar Adressen aufgeschrieben.
Nach 3-stündiger Fahrt kamen wir dann also in der Stadt an und wir machten uns auf den Weg zur ersten Hoteladresse. Bei dieser einen blieb es auch, denn wir hatten Glück und bekamen ein Zimmer für die kommende Nacht im Holiday Inn Express. Allerdings waren wir, gegen 11 am , noch viel zu früh für den Check In, konnten aber unser Gepäck im Hotel lassen. Das Wetter war wirklich unerwartet herrlich sonnig und frühlingswarm und wir wollten ja eh etwas von der Stadt sehen, also nutzten wir die Wartezeit und liefen wieder los Richtung Stadtzentrum. Unsere Stadtbesichtigung führte uns über den Golden Square (leider nur ein Parkplatz mit Denkmal in der Mitte), über die Shoppingmeile Aberdeens, bis hin zum Hafen und letztendlich zum Sandstrand :)
Letzterer war ein wenig vom Stadtzentrum entfernt und logischerweise am Meer bzw. an der guten, alten Nordsee. Zwar war das Wetter fürs Baden und Sonnen am Strand nicht optimal, aber wir genossen dennoch einige Minuten das etwas andere Urlaubsgefühl. Wenig später ging es dann weiter. Den sportlichen Höhepunkt des Tages bildete eindeutig das Erklimmen eines steilen, etwas höheren Hügels. Von diesem hatten wir eine super Aussicht auf Stadt und Strand und auch auf ein nahe gelegenes Fußballstadion, welches dann gleich von Marc als nächstes Ziel auserkoren wurde ;)
Hatten wir dieses einmal umrundet und ausreichend fotografiert, ging es wieder zurück Richtung Zentrum. Es war mittlerweile um 3 pm und wir hatten schon jede Menge dieser Stadt gesehen, sodass wir beschlossen, wieder zum Hotel zu gehen. Durch einen kleinen Umweg entdeckten wir noch eine Vielzahl anderer wirklich schöner und sehenswerter Gebäude. Wir waren wirklich beeindruckt von Aberdeen und nominierten diese Stadt zu der bisher schönsten Schottlands. Auch zu erwähnen wäre das kleine Häuschen, welches schon seit dem 16. Jahrhundert in Aberdeen steht und somit das 2. älteste Gebäude (ältestes Wohnhaus) dieser Stadt ist und wir natürlich nicht unbesichtigt lassen konnten. Vom Hafen waren wir ein wenig enttäuscht, da man nicht wirklich nahe an ihn heran konnte und er auch sonst nichts weiter Interessantes zu bieten hatte.
ACHJA, auch fast vergessen hätte ich mein Erlebnis des Tages :)
Was kann einen Ostersonntag perfekter machen, als schönes, sonniges Wetter und knuffige Kaninchen, welche fröhlich durch Gras hoppeln. Genau das durften wir beobachten, als wir dabei waren unsere Stadtbesichtigung zu beenden. Ich war natürlich die nächste Viertelstunde damit beschäftigt, diese aus der Ferne zu fotografieren...
Als wir dann nun endlich eingecheckt im Hotel waren, bezogen wir unser Zimmer und genossen den, für uns als solchen zu bezeichnenden, Luxus. Besonders das Badezimmer hatte es uns angetan: kein Durchlauferhitzer mit längeren Wartezeiten auf warmes Wasser, großer Spiegel, große Dusche mit endlich mehr Druck auf dem, aus dem Duschkopf kommenden, Wasser :)
Die Tatsache, dass wir nun doch etwas erschöpft waren und dass wir unser Zimmer ein wenig genießen wollten (Fernseher an, Tee gekocht und ab aufs gemütliche Bett), ließ uns 2 Stunden im Hotel verweilen.
Nach der Ausruhphase setzte die Hungerphase ein und wir suchten uns in der Stadt ein Restaurant, in dem wir Abendbrot essen konnten. Bevor wir aber unseren Hunger stillten, machten wir noch einen Zwischenstopp im McDonalds um dort das WLan zu nutzen und unseren letzten Blogeintrag online zu stellen. Dann endlich gab es Pizza und wir gingen satt zurück ins Hotel. Dort gingen wir ziemlich früh ins Bett um auch den nächsten Morgen wieder zeitig beginnen zu können.

Nach einer entspannenden Nacht standen wir halb 8 auf und packten unser Zeug für die Weiterreise zusammen. Bevor wir aber das Hotel verließen, durften wir noch ein super Frühstück mit Selbstbedienung genießen. Für Marc gab es frische Croissants mit Marmelade, ne Schüssel Cornflakes und eine heiße Schokolade. Die Schokolade und die Cornflakes hatten wir gemeinsam, aber ich bediente mich noch zusätzlich am Rüherei, an saftigen Grapefruit-Stückchen und ein Mandarinanjoghurt bildete den krönenden Abschluss des vielseitigen Frühstücks :) Für den Tag gestärkt konnten wir nun auschecken und uns, im Regen, zum Busbahnhof machen, um dort die Bustickets für die nächste Fahrt zu kaufen. Leider konnten wir mit unserem Explorer Pass nicht bis nach Inverness, unserem nächsten Ziel, durchfahren und suchten uns eine Strecke aus, bei der wir in Perth umsteigen mussten. Die Frau am Ticketschalter versicherte uns allerdings, dass wir die Möglichkeit hätten, einen durchfahrenden Bus zu nehmen und wir vertrauten ihr. Etwas über eine Stunde blieb uns aber noch bis zur Abfahrt und so wollten wir die Zeit nutzen, um uns das hochgelobte Marinemuseum von Aberdeen anzusehen. Am Tag zuvor standen wir auch schon vor der großen Glastür des Museums, doch entschlossen auf die Besichtigung zu verzichten oder wenigstens bis zum nächsten Morgen damit zu warten. Außerdem waren wir uns über die Eintrittspreise nicht bewusst und dachten in dem Moment eher ans Geldsparen (abgeschreckt durch die hohen Eintrittspreise bei Burgen). Da uns aber mittlerweile durch den Reiseführer und andere Informationen klargemacht wurde, dass so ziemlich alle Museen in Schottland (eingeschlossen dieses) kostenlos sind, wollten wir es uns nun doch einmal ansehen. Zu unserem Pech mussten wir aber feststellen, dass das Marinemuseum Montags geschlossen hat und so gingen wir bedrückt zurück zum Busbahnhof um dort unsere Zeit abzusitzen. Als dann der ersehnte Bus kam, wurden wir enttäuschenderweise nicht mitgenommen, da sich unsere Vermutung bestätigte, dass wir mit dieser Buscompany nicht mitfahren konnten und doch die Busfahrt mit Umstieg in Perth auf uns nehmen mussten. Also gingen wir zurück zum Ticketschalter um uns dort noch mal unsere neu geplante Busstrecke absichern zu lassen. Leider ergab sich dort ein neues Problem: Viele Busse waren ausgebucht, was für uns bedeutete, dass wir ein Mal mehr umsteigen und länger fahren mussten. Na Super!
Außerdem durften wir nun wieder eine Stunde warten. Die wollten wir aber nicht sitzend verbringen, also wagten wir uns nochmal raus in den Regen und liefen ein wenig durch die Stadt.
Dann, endlich, saßen wir halb 12 im Bus nach Dundee, unserem ersten Umsteigepunkt. Das Wetter lockerte sich während der Fahrt ein wenig auf und wir verließen den Bus im Trockenen. In Dundee durften wir dann wieder eine halbe Stunde warten. Der Bus kam und es waren wieder 40 Minuten Sitzen angesagt. In diesem Bus verging die Fahrtzeit aber wesentlich schneller, da es Wlan gab :) E-Mails wurden gecheckt und das Netbook wurde einem Update unterzogen, bis dann das Internet irgendwo zwischen den Bergen, die an uns vorbeizogen und immer höher wurden, verschwand ;)
Der nächste Umstieg, in Peth, dauerte etwas länger, da der Bus Verspätung hatte – Naja, mittlerweile hatten wir Nerven aus Stahl ^^
Nach einer 3-stündigen Fahrt mit dem letzten Bus und einer Gesamtfahrt von über fünfeinhalb Stunden waren wir dann endlich in Inverness.

Inzwischen haben wir ein Zimmer für die nächsten 2 Nächte gefunden, uns in einer Bar mit Wlan niedergelassen und ein leckeres Abendbrot zu uns genommen (nach der letzten Mahlzeit zum Frühstück wurde das auch langsam mal Zeit :) )....

Nach dem Essen gucken wir uns noch kurz die Stadt an, besonders bestimmt die Burg, die fast vor unserer Haustür liegt und werden es uns dann in unserem kleinen Zimmerchen gemütlich machen.

Bis bald und Grüße aus den Highlands,

Marc und Laura

#14 - Und wieder hat es länger gedauert

Was für ein schöner Tag um einen neuen Blogeintrag zu schreiben – wird ja auch mal wieder Zeit ;)
Im Moment sitzen wir im Bus nach Aberdeen, aber das kommt in einen anderens Erlebnisbericht...

Ich bin mir gerade nicht sicher, wo unser letzter Eintag endete, aber ich denke mal, das war vorletzten Mittwoch, den 24.03..

Allerdings kann ich auch gleich den Donnerstag überspringen, da wir an diesem Tag wieder bis Abends in der Uni gesessen haben, um die Titelsequenz für unser Handyspiel zu ende zu bringen und diese dann am Ende des Tages dem Professor schicken zu können.

Freitag fuhren wir nach Glasgow. Das Wetter war zwar nicht so prickelnd, aber wir wollten nicht nur in der Bude hocken. Außerdem hatten wir in Marcs Reiseführer noch eine kleine Sehenswürdigkeit im Park „Glasgow's Green“ entdeckt. Es handelt sich dabei um den Teegarten mit dem Namen „People's Palace“, der sich in einem Wintergarten befindet.
Im Regen kamen wir in Glasgow an und liefen entlang des Flusses Clyde zum eben genannten Park. Unterwegs mussten wir noch fotografisch festhalten, dass ich die, von meiner Mutti geborgten, Gummistiefel in Schottland einweihten. Am Anfang drückten sie ein wenig – habe ich wohl wirklich größere Füße als meine Mutti? - aber nach ein wenig Eingewöhnung, störten sie nicht mehr und meine Füße fühlten sich wieder wohl :)
Im Park erwarteten uns wieder ein paar Denkmäler und hier und da blühte ein Blümchen, aber mehr gab es nicht wirklich zu sehen. Bis wir dann letztendlich, nach 20 Minuten Fußweg, das People's Palace erreichten. Wie das Bild in Marcs Reiseführer versprach, fanden wir vor uns den hübschen Glasbau des Wintergartens. Zum Glück hatten wir noch eine halbe Stunde zum Besichtigen Zeit, bis der Teegarten schloss. Also schnell rein ins Gebäude, da war es nicht nur grün, sondern auch wärmer und trockener als draußen. Eine große Pflanzenvielfalt galt es zu erkunden: Schöne große Bananenbäume, diverse Kakteen und hübsche Blüten mussten fotografiert werden. Während Marc sich entspannt auf einer Bank zurück lehnte, sprang ich von Beet zu Beet und knipste mir die Finger wund...
Ne halbe Stunde später standen wir wieder im Regen. Machte aber nichts, denn wir waren ja mit passendem Schuhwerk und Kapuzen ausgestattet. Wir beschlossen nochmal kurz ins Stadtzentrum zu laufen und dort den Busbahnhof aufzusuchen. In letzterem deckten wir uns mit diversen Fahrplänen ein und erkundeten uns nach dem Explorer Pass, mit welchem wir recht günstig weitere Strecken in Schottland mit dem Bus zurücklegen können. (Von eben diesem machen wir im Moment Gebrauch, dazu aber mehr im nächsten Blogeintrag)
Wieder etwas schlauer verließen wir den Busbahnhof und fuhren etwas später nach Hause.

Samstag besuchten wir die Stadt Stirling. Diese erreichten wir wiedermal mit dem Zug, mit welchem wir nun auch schon jede Menge Reiseerfahrung gesammelt haben.
Abgesehen hatten wir es in dieser Stadt vor allem auf die Burg „Stirling Castle“.
Etwas teuer war sie zwar, aber immer noch günstiger als die in Edinburgh und wenigstens eine Burg wollten wir uns mal angesehen haben. Mit 18 Pfund weniger in der Tasche betraten wir dann das mittelalterliche Gelände. Zu unserem Glück begann 14 Uhr eine kostenlose Führung, also mussten wir nur noch eine halbe Stunde auf deren Beginn warten. Wir besichtigten den Princess' Schlossgarten, der sich vor dem Königspalast befand und im Sommer sicher schön blühen würde – zu dem Zeitpunkt konnten wir lediglich eine Wiese besichtigen :)
Blickte man von diesem Punkt aus über die Burgmauern, sah man vor sich die königlichen Gärten, welche auch aus (tadaa) Wiese bestanden und zu kubistischen Formen aufgehäuft wurde.
Ganz, ganz früher wurde dieser Bereich zur königlichen Jagd verwendet, später allerdings zu einem romantischen Garten zum Entspannen und Spazierengehen umfunktioniert.
Nach diesem Teil der Burg, ging es für uns auf den Hauptplatz, dem Outer Close.
Dort begann dann kurz darauf die Führung. Der Redner hatte ganz schön zu kämpfen, da sich mittlerweile an die 30 Interessenten um ihn gesammelt hatten. Marc und ich standen immer schön dich bei ihm um auch so viel wie möglich zu verstehen. Die Tour begann in dem kleinen Vorgarten des Königspalastes, den wir uns eben erst angesehen hatten. Ganz begeistert berichtete der Tourführer von diversen Schlachten um die wichtigste Burg Schottlands: „Wenn man Stirling Castle beherrscht, beherrscht man ganz Schottland!“ (freie Übersetzung by Laura).
Danach führte er uns über den Outer Close, wo er etwas zur königlichen Küche erzählte und als nächstes fanden wir uns auf dem zweiten, inneren, Burgplatz wieder. Besonders viel erzählte der Tourführer zur Großen Halle, welche sich in goldgelbem Anstrich vor uns präsentierte. Hinter uns befand sich das Alte Königsgebäude, in dessen Museum wir uns nach der Führung auch umsahen. Erst musste allerdings noch die Große Halle von innen besichtigt werden. Hier begann dann der Tourleiter richtig mit seiner Schwärmerei. Er erzählte von den verschiedensten Umbauten der Großen Halle, welche früher mal als Tanz-/Bankett-/Feiersaal diente und später zum Schlafsaal für hunderte stationierte Soldaten eingerichtet wurde.
Zum Glück hielt man sich bei der Rekonstruktion an das Bild des ersteren Verwendungszwecks.
Letzte Station des Rundgangs war die Schlosskapelle. In diesem Raum konnte man 4 Bilder zur Einhornjagd bewundern, die ich auch gleich fotografierte. Nach 2 Stunden Führung hatten wir nun noch ein wenig Zeit, den Rest der Burg näher in Augenschein zu nehmen. Dazu gehörte die unterirdische Küche, die Nordseite der Burg (Nether Bailey) und die Kanonen.
Gegen 17 Uhr schloss die Burg ihre Tore und wir waren auch fertig mit unserer Besichtigung fertig und liefen wieder in die Innenstadt Stirlings.
Dort bummelten wir noch kurz durch ein Kaufhaus, um es dann wieder Richtung Bahnhof zu verlassen. Am Abend waren wir wieder ziemlich müde vom Laufen und plumpsten wenig später ins Bett.

Den letzte Tag der Woche verbrachten wir wieder in Glasgow. Dieses Mal ging es aber in die andere Richtung, als beim letzten Glasgowbesuch: Wir begaben uns in den westlich gelegenen Kelvingrove Park. Die Sonne konnte sich leider nicht so richtig entscheiden, ob sie sich uns zeigen oder sich lieber verstecken wollte, aber kalt war es so oder so, da der Wind einem kräftig um die Nase pustete. Bevor es aber wieder ins Grüne ging, erfüllte sich Marc noch einen Wunsch, den er nun schon eine lange Zeit hegte: Er kaufte sich ein neues Objektiv für seine Kamera – eine 35mm Linse mit einer 1,8er Blende. :) Besonders nützlich ist dieses Objektiv für Portraitaufnahmen, weshalb ich in letzter Zeit öfter Modell stehen muss ^^
Im Park angekommen, konnten wir nicht so richtig viel aufregendes entdecken, bis wir vor der Kelvingrove Art Gallery bzw gleichzeitig dem Kelvingrove Museum standen. Wie die meisten Museen in Schottland, war auch dieses wieder kostenlos und diese Gelegenheit nutzten wir, da wir sonst nichts weiter vor hatten.
Die riesigen Hallen, in denen wir uns dann wiederfanden, waren schon beeindruckend. Wir sahen uns die Life-Ausstellung an, die viele Tiere zeigte und später noch ein wenig schottische Gemälde. Leider hatten wir auch hier wieder Glück, etwas zu spät gekommen zu sein, da das Museum eine knappe Stunde später wieder die Schotten dicht machte (was für eine lustige Zweideutigkeit :) ).
Länger hielt es uns aber auch nicht mehr in Glasgow, da es nun wieder zu regnen begann.
Also wieder nach Hause und leckeres Essen kochen – es gab Chili con Carne.

Montags begann die Uni nun noch später, da wir auch in Flash keine Vorlesung mehr hatten. Diese Zeit nutzten wir, um Mittags noch in unserer Wohnung Eierkuchen zu machen. Im Praktikum von Flash Programming bereiteten wir uns eher auf den ersten Abgabebeleg für 2D Animation vor, der bis Freitag fertig sein musste.

Auch den Dienstag nutzten wir für unseren kleinen Animationsfilm, welcher einige Sekunden Laufzyklus beinhalten sollte, etwas Lippen Synchronisation und schließlich noch ein Teil Gestik/Körperanimation zu realisieren war. Diese Aufgabe ließ uns den Tag von halb 11 bis abends um 10 in der Uni verbringen.

Wie sollte es anders sein: Der Donnerstag fiel ebenfalls der Arbeit am 2D-Beleg zum Opfer. Wieder blieben wir bis zum Ende der Uni-Öffnungszeiten im Praktikumsraum und später im Lernzentrum der Hochschule.

Freitag war dann also die Abgabe, welche Mittags endete. Marc lief dafür am Vormittag in die Uni um unsere Ergebnisse hochzuladen, während ich die Küche kehrte und die Wäsche abnahm.
Als er wieder Heime war, kochten wir gemeinsam ein leckeres Mittag, bestehend aus Hackfleisch, Zucchini, Paprika und Reis – seeehr gesund. :)
Danach war eigentlich ein fauler Tag geplant, um uns von den Anstrengungen der Woche zu erholen ;) Allerdings lockte uns die Sonne aus der Wohnung und ließ uns kurzfristig den Plan ändern und wir stiegen in den Zug nach Greenock. Diese Stadt liegt nah am Zufluss des Flusses Clyde in den Atlantischen Ozean. Außerdem rühmt sich dieser Ort als Geburtsstadt von James Watt.
Wir spazierten ein wenig an der Strandpromenade entlang, wobei wir nicht die einzigen waren. Einige Bilder wurden von uns geknipst, wobei Marc auch sein neues Objektiv richtig ausprobieren konnte und gegen halb 5 kehrten wir wieder um.
Zu Hause vernichteten wir die Essensreste der letzten Tage und verbrachten einen ruhigen Abend mit dem Angucken einer Serie.

Gestern, der 03.04., war dann wirklich der faule Tag :) Wir planten hauptsächlich unsere Tour, die heute begonnen hat und packten unsere Gepäck: Eine kleine Tasche für unsere Klamotten, sowie diverse Kabel und Marcs Rucksack für die fotografische Ausrüstung und für andere wichtige Dinge. Abends liefen wir nochmal zu dem Saucelhill um die Ecke, um von dort wieder ein paar schöne Fotos zu machen. Dieses Mal war es die Abendsonne, die uns ein schönes Fotolicht bescherte.
Fish and Chips und Nudeln vom Mittag waren unser Abendbrot und danach wollten wir eigentlich schon fast schlafen gehen um am nächsten Morgen früh aus den Federn zu kommen. Letztendlich knipsten wir dann erst gegen 11 die Nachttischlampe aus.

#13 - Der schottische Fußball aus 2 Sichtweisen

Heute gibt es endlich mal wieder einen Blogeintrag von uns. Da die vergangene Woche sehr anstrengend war, hat es mal wieder etwas länger gedauert. Da vergangenen Freitag meine Dresdner Fussballleute bei uns ankamen und bis Mittwoch blieben, wird es diesmal einen Blogeintrag aus zwei Sichtweisen geben: Einmal von mir (Marc) und von Laura. Anfangen werde ich, wobei es hauptsächlich um den schottischen Fussball gehen wird. Danach kommt Laura mit ihren Eindrücken der vergangenen Tage.

Marc's Blogteil

Freitag Abend kamen meine Freunde aus Edinburgh an. Früh sind sie dort gelandet und schauten sich bereits den Tag über einige Stadien, sowie die Innenstadt von Edinburgh an.
Zu meinem Blog sei bereits soviel gesagt, es wird in meinem Teil hauptsächlich um Stadien und Fussball gehen. Wen das also schon mal überhaupt nicht interessiert, kann gleich zu Lauras Teil springen. Hier
Freitag Abend machten wir nix mehr, außer Schlafplätze in unserem Wohnzimmer zuzuweisen. Mehr als 4 Leute passen da aber, glaub ich, nicht rein.

Samstag früh war eine kleiner Rundgang durch die Innenstadt von Glasgow geplant, die Laura und ich auch schnell durchführten. Anschließend zeigten wir das, nun mittlerweile, auf dieser Seite bekannte Necropolis. Danach ging es zum Fussball: Das Spiel Celtic gegen St Johnstone, wofür wir schon Wochen vorher Karten für uns besorgten, sollte es sein. Angekommen am Stadion, erkundeten wir erstmal die nähere Umgebung. Zum Stadion kann man nicht viel sagen. Beton und Metall und daher auch nicht sehr hübsch. Überrascht, dass eine Stunde vor Anpfiff noch nicht viel los war, suchten wir erstmal unseren Block. Was interessant war, dass jeder Block seinen eigenen Eingang im Stadion hat und ein Stadion mehrere hundert Blöcke. Man kommt also ohne groß anzustehen sofort in seinen Block. Zusätzlich gibt es keine wirklichen Kontrollen, nur in Lauras Tasche wurde mal ein flüchtiger Blick geworfen und sich dafür zusätzlich entschuldigt. Angekommen an unserem Platz, sahen wir auch sofort, dass das Stadion bis jetzt leer war. 10 Minuten vor Anpfiff wurde dann das Stadion doch überraschenderweise relativ voll und unser erstes schottisches Fussballspiel konnte beginnen. Doch leider wurden wir enttäuscht, da nicht viel passierte. Trotz 30.000 Zuschauer hörte man keinen Fangesang oder andere Geräusche. Lediglich 10 Leute im Gästeblock waren etwas lauter und man konnte sehen, warum es im restlichen Stadion so ruhig war: In den Fussballstadien gibt es Stewards, welche zum Einen Platzanweiser sind und außerdem für die Sicherheit oder sowas sorgen sollen. Leider sind sie auch dafür verantwortlich, dass jeder im Stadion sitzt bleibt. Falls also mal eine emotionale Aktion auf dem Spielfeld entsteht, wie zum Beispiel ein Tor, und man vor lauter Freude aufspringt, sind sie auch sehr schnell bei Einem, um darum zu bitten, wieder Platz zu nehmen. Dadurch wird jegliche Stimmung im Stadion von Anfang an unterbunden. Außerdem stürmen Polizisten bei solchen außerplanmäßigen Dingen auch sofort das Stadion und positionieren sich vor den brisanten Blöcken, um für 100 prozentige Sicherheit zu sorgen. Aus diesen Gründen passierte die erste Halbzeit nicht viel, bis auf ein Tor, und wir konnten die erste Hälfte in den Stadionkatakomben auswerten. Alle etwas geschockt gingen wir eine viertel Stunde später wieder zurück auf unsere Plätze und hofften auf Besserung. Leider wurde daraus nicht, bzw. wurde es noch schlechter. Die 10 Leute aus dem Gästeblock, die Stimmung gemacht hatten, wurden nach hinten verbannt, da sie scheinbar zu laut waren. Da saßen wir nun in einem Stadion mit 30.000 Zuschauern, mit der Stimmung eines deutschen 6.-Liga Spiels. 15 Minuten vor Abpfiff gingen dann auch schon die meisten Zuschauer, obwohl die Heimmannschaft bereits 2:0 führte. Für mich absolut unbegreiflich, 25 Pfund für 2 Stunden Fussball auszugeben und dann auch noch eher zu gehen. Das Spiel ging übrigens 3:0 aus. Nach dem Abpfiff war das Stadion schneller leer als die Spieler vom Platz waren. Wir schafften es auch noch aus dem Stadion geschmissen zu werden, da wir noch ein Gruppenfoto machen wollten und wir dadurch ungewohnt lang im Stadion blieben. Zumindest wurden wir von den Stewards nett gebeten langsam zu gehen. Alle ziemlich enttäuscht, machten wir uns wieder auf den Weg nach Paisley, um da noch einzukaufen. Danach verbrachten wir den Abend in unserer Küche/Wohnzimmer/nun auch Schlafzimmer.

Bilder: www.winhasser.de/bilder/tag-41

Am nächsten Morgen hatten wir eine Stadionführung im Glasgower Rangers Stadion gebucht. Alle etwas gespannt auf den zweiten großen Ground in Schottland, machten wir uns schon früh auf den Weg dahin. Als erstes erkundeten wir erstmal die nähere Umgebung, bevor wir uns für die Führung anmeldeten. Da das Ibrox Stadion einen eher älteren Baustil hat, freuten wir uns schon sehr auf denn Stadioninnenraum. Aber zunächst zeigte uns unser Stadionführer ein Video über die Rangers und wir durften auf den Pressekonferenzplätzen platz nehmen, um uns fotografieren zu lassen. Danach ging es in den Blueroom und in den Trophäenraum. Dort entdeckten wir natürlich auch was aus Dresden. Danach durften wir endlich ins Stadioninnere. Dort nahmen wir Platz auf den Sitzen der aktuellen Manager der Rangers. Unser Führer erklärte einige Dinge und wir durften am Ende noch einmal an den Rasen. Als die Führung vorbei war, trennten wir uns von Laura, die nach Hause fuhr. Wir machten uns auf dem Weg zum Finale des Co-Operative Cup im Hampden Park, dem Schottischen Nationalstadion. Alle sehr gespannt, ob die Stimmung heute etwas besser wird, fuhren wir mit dem Bus nach Hampden. Dort angekommen, freuten wir uns schon, dass viele Fussballfans, im Gegensatz zum Tag davor, bereits da waren. Es konnte heute also nur besser werden. Nachdem das erste Bier auf einem Hinterhof getrunken war - Bier trinken ist in Schottland in der Öffentlichkeit verboten - ging es auch schon zum Stadion. Es spielten übrigens Glasgow Rangers gegen St. Mirren, wobei St. Mirren eigentlich Paisley ist. Daher sollte klar sein für wenn ich war. Also angekommen im St. Mirren Block, freuten wir uns, dass es sogar eine Ultra Gruppierung gab, zumindest hing eine Zaunfahne da. Die Dauer bis zum Anpfiff verging diesmal auch viel schneller, da wir uns auf das Spiel freuen konnten. Zurecht durften wir das sogar, da es zum Spielbeginn von beiden Seiten Choreografien gab. Die von Paisley ging zwar etwas schief, aber immerhin besser als am Tag zuvor. Die erste Hälfte verging ziemlich schnell. Beide Seiten sangen ihre Lieder. Leider immer nur sehr kurz, aber dafür laut. Paisley hätte bereits bis zur Halbzeit führen müssen, da sie meiner Meinung nach, die klar bessere Mannschaft war. Das war sehr überraschend, da die Rangers aktuell mit 10 Punkten Vorsprung erster sind und Paisley um den Abstieg bangen muss. Umso mehr freuten wir uns auf die zweite Hälfte und waren gespannt, ob Paisley es gegen den theoretisch übermächtigen Gegner schaffen würde. Nachdem in der zweiten Hälfte ein Ranger Spieler mit rot vom Platz geschickt wurde, schien es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis Paisley das erträumte Tor schießen würde. Nachdem jedoch der zweite Spieler der Rangers rot bekam, wurde es etwas gruslig. Die Rangers hatten bis dahin, 15 Minuten vor Abpfiff, keinen erwähnenswerten Schuss auf das gegnerische Tor und St. Mirren war klar die bessere Mannschaft und mit zwei Mann mehr auf dem Feld. Es kam aber, wie es kommen musste: Die Rangers schießen 10 Minuten vor dem Ende das 1:0. Unbegreiflich!!! Selbst Dynamo hätte das nicht geschafft. Nach der ersten Chance, das erste Tor. St. Mirren versuchte am Ende nochmal alles, aber sie schafften es nicht. Etwas enttäuscht über das Ergebnis, aber wenigsten zufrieden über die Stimmung, fuhren wir zurück nach Hause. St. Mirren war an diesem Tag einfach zu dumm, um zu Gewinnen. Später gingen wir noch in die Canal Station Bar, die Bar die 100m neben unserem Haus ist. Dort verbrachten wir den restlichen Abend.

Bilder: www.winhasser.de/bilder/tag-42

Am nächsten Tag mussten Laura und ich erstmal früh in die Uni. Zu dieser Zeit schickten wir unseren Besuch in die benachbarten Städte, wo sie sich noch einige Stadien anschauen wollten. Danach war einen Besichtigung in der Whiskey Distillery Auchentoshan geplant. Dahin fuhren wir mit dem Zug. In Kilpatrick ausgestiegen, mussten wir erst einmal etwas nach der Distillery suchen. Ich hatte mir den Weg nur kurz über Google Maps angeschaut und bin davon ausgegangen, dass man so ein großes Gelände von weiten sieht. Nach ein wenig suchen, fanden wir schließlich die nicht ganz so große Distille und begannen unsere Führung. Als erstes zeigte man uns die Produktionsschritte des Whiskeybrennens, bevor es zu einer Verkostung des Hauseigenen Getränks ging. Nachdem wir uns genug über das schottische Nationalgeträng gebildet hatten, fuhren wir zurück nach Glasgow. Da es mittlerweile in Strömen regnete gingen wir etwas nass in den nächsten Pub, um da etwas zu essen. Wir landeten in einem eher neu modischen Pub mit vielen Billardtischen und keiner Musik, da diese aus einer Jukebox kam und man dafür Geld bezahlen mussten. Also wechselten wir nach dem Essen in einen eher altmodischen Pub, wo es eher so aussah, wie man es sich vorstellt. Viele Betrunkene Typen und eine rustikale Einrichtung. Nach einer Weile fuhren wir zurück nach Paisley und ließen den Abend wieder in unserer Küche ausklingen.

Bilder: www.winhasser.de/bilder/tag-43

Am letzten Tag, für unseren Besuch aus Dresden, sollte es für mich einen richtigen Fussball- bzw. Stadion-Tag geben. Wem es also bis jetzt zuviel mit Fussball war, sollte nun wirklich zu Lauras Teil scrollen. ( Hier ) An diesem Tag besuchten wir nämlich 6 Fussballstadien! Jedoch werde ich extra auf die Unterschiede der einzelnen Stadien eingehen, so dass diese auch jeder erkennt :)
Los ging es in Paisley, wo wir uns als erstes das alte St. Mirren Stadion anschauten. Dieses wird aktuell abgerissen und wir sahen außer einige Bagger nicht viel. Also ging es recht schnell zum neuen St. Mirren Stadion. Dieses wurde erst 2009 eröffnet und ist ein eher kleines Stadion, mit knapp über 10.000 Zuschauerplätzen. Wir wurden nach kurzem Fragen, ob wir in den Innenraum dürfen, auch sofort herein gelassen. Dies haben bereits meine Freunde bestätigt, dass in Schottland alle sehr nett sind und einen meist sofort, nach der Frage woher man kommt, ins Stadion lassen. Nachdem wir genug Fotos von innen fotografiert hatten, machten wir uns auf den Weg nach Loch Lomond, da wir uns an diesem Tag auch etwas Natur anschauen wollten. Auf dem Weg dahin entschieden wir, anschließend nach Stirling zu fahren und sich da die Altstadt, sowie die Burg anzuschauen. Angekommen am Loch Lomond liefen wir zum Balloch Castle, wo ich bereits mit Laura war. Da wir jedoch nicht viel Zeit hatten, ging es auch schnell wieder zurück zum Auto und mit diesem nach Stirling. Dort angekommen parkten wir in der Altstadt und liefen zur Burg. Da wir jedoch nur eine Stunde Zeit hatten und bereits die erste halbe weg war, konnten wir uns die Burg nur von außen anschauen. Jedoch entdeckten wir etwas, was viel interessanter war: das Stirlinger Fussballstadion. Stirling spielt in der zweiten oder dritten Schottischen Liga, so genau konnte uns das keiner sagen, aber das Stadion war nicht schlecht. Nun komme ich zu der Erklärung, warum dieses nicht langweilig ist: Ein normaler Mensch würde dies denken, da dieses Stadion für ihn genau so aussieht wie alleanderen. Aber es hat Stehplätze!!! Mehr oder weniger einzigartig im Schottischen Fussball und vermutlich werden diese auch nicht mehr genutzt. Durch den Sicherheitswahn in Großbritannien, darf man beim Fussball nicht stehen. Nachdem wir diese Seltenheit fotografisch festgehalten haben, ging es weiter nach Dundee. Dort angekommen, waren wir freudig überrascht, dass unsere gesuchten Stadien (in Dundee wollten wir 2 Stadien besichtigen) gleich nebeneinander waren. Dundee hat zwei Fussballvereine, wobei sich einer in der ersten Liga und der andere in der zweiten Liga befindet. Das Erstliga Stadion, der Dens Park, war eher groß und ein Zweirangstadion. Dagegen war das zweite Stadion, der Tannadice Park, älter und etwas kleiner. Außerdem hatte die Haupttribüne verblüffenderweise einen Knick und die Gegentribüne war scheinbar noch aus Stehplatzzeiten. Nachdem wir nun diese beiden Grounds besichtigt haben, fuhren wir nach Dundee und aßen unser verspätetes Mittag in einem Pub. Da wir durch Stirling und unser Mittag, etwas in Zeitdruck gerieten, beschlossen wir sofort nach Perth zum Stadion von St. Johnstone zu fahren und nicht erst die Innenstadt von Perth anzuschauen. In diesem Stadion wollten wir das Spiel St. Johnstone gegen Falkirk anschauen. Auf dem Stadionparkplatz trafen wir noch einen Dynamo Fan, mit dem wir uns noch kurz unterhielten. Da noch etwas Zeit bis zum Anpfiff war, gingen wir erstmal in einen Pub in der Nähe des Stadions. Bereits da fiel uns auf, dass die Zuschauer hauptsächlich aus Familien bestand. Nachdem wir kurz im Pub waren, ging es zurück zum Stadion, wo wir noch schnell Tickets für 20 Pfund kauften, eher preiswerte Tickets im Schottischen Fussball. Wie gewohnt kamen die „Fans“ in den letzten Minuten und verfolgten das Spiel eher desinteressiert (lasen Zeitung oder hörten Musik). Die Stimmung war auch nicht so doll, lediglich den Gästeblock konnte man manchmal, aber auch eher selten, hören. Was soll man schon erwarten wenn der 8. gegen den letzten spielt. So ist vermutlich der schottische Fussball immer. Eigentlich war nach dem Spiel noch ein Besuch des Stadions in Falkirk geplant, da dies jedoch im dunklen sinnlos war und die anderen am nächsten Tag sehr früh nach Edinburgh mussten, beschlossen wir direkt wieder nach Paisley zu fahren.

Bilder: www.winhasser.de/bilder/tag-44

Am nächsten „Morgen“ 3:30 verabschiedete ich alle noch, bevor es für sie von Edinburgh nach Berlin ging und von da aus dann wieder mit dem Auto nach Dresden. Danach wollten und durften sie noch nach Aue fahren und ihre Fussballwoche war komplett.

Nun bin ich schon fast am Ende und allen Respekt die es bis hier her geschafft haben. Vielleicht noch ein kleines Fazit von mir über den Schottischen Fussball: Die Stimmung ist mies und die Eintrittspreise sehr hoch. Ich werde mir nochmal ein Spiel in Paisley anschauen und bin gespannt wie es da wird. Ansonsten bin ich sehr enttäuscht über den schottischen Fussball und habe mir das alles etwas besser vorgestellt. Der britische Sicherheitswahn zerstört jeglichen Spaß am Fussball und ich hoffe, dass es in Deutschland niemals so wird.
Das war es erstmal von mir. Nun kommt Laura dran und ich hoffe ihr Urteil ist nicht zu hart. Mir hat die Woche auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und ich hätte alleine vermutlich nie soviel in Sachen Fussball erlebt. Für den Rest der Woche wird es irgendwann einen extra Eintrag geben, da ich jetzt keine Lust mehr habe zu schreiben und ihr sicherlich zu lesen.

Laura's Blogteil:

Auf mehrfachen Wunsch hier nun also mein Teil des Blogeintrags.

Ich beginne bei Samstag, der Tag an dem ich mein erstes schottisches Fußballspiel miterleben durfte – zum Überraschen aller: „durfte“ ist nicht ironisch gemeint. Zwar musste mich Marc wirklich ein bisschen dazu zwingen, eine Eintrittskarte mehr für mich zu kaufen, aber letztendlich war ich doch ein wenig gespannt auf das Spiel Celtic FC gegen St. Johnston. Keine Angst für diejenigen, die extra den Blog von Marc übersprungen haben, um den Fußballberichten zu entgehen: sooo ausführlich werde ich nicht auf das Spiel eingehen...
Aber alles der Reihe nach: Da ja unsere Wohnung wieder mit reichlich Besuch gefüllt war, hieß es lange Wartezeiten auf ein freies Bad am Morgen, wobei Männer ja nun wirklich nicht lange brauchen, dies wiederum verschaffte mir einen gedeckten Frühstücks“tisch“, wenn ich dann das Wohnzimmer betrat. Der Schlafgeruch der Jungs, vor dem sie mich ausdrücklich warnten, war zu dem Zeitpunkt durch den leckeren Duft von Toast und Kaffee ersetzt wurden. War dann das Frühstück im Bauch ging es zur Busstation und von dort mit dem Bus nach Glasgow. In der Stadt angekommen, zeigten wir die Central Station, von wo aus die Besucher ihre ersten Urlaubskarten nach Hause schickten und jede Menge Bilder knipsten. Danach ging es ins Stadtzentrum, in welchem natürlich ein Besuch im Celtic Fanshop nicht fehlen durfte.
Unser nächstes Ziel war, wiedermal, Necropolis. Vorher trennten sich allerdings nochmal kurz die Wege von mir und dem Rest der Truppe: Ich hatte meine Schusseligkeit, die XD-Memorycard meiner Kamera zu Hause liegen zu lassen, wieder gut zu machen, indem ich noch fix eine neue besorgte.
An der St. Mungo's Cathedral war die Reisegruppe dann wieder komplett.
Der alte Friedhof war schnell besichtigt und wir legten eine Pause von der ersten gewanderten Strecke ein: es sollten noch mehr Kilometer im Laufe des Tages zurückgelegt werden.
Nachdem alle wieder zu Atem gekommen waren, peilten wir das Ziel Celtic Park an, in dem, am Anfang, erwähntes Spiel ausgetragen werden sollte.
Verschiedene Vorstellungen vom Mittagsessen ließ die Gruppe wieder in 2 Teile spalten, wobei der eine Teil sein Mahl in einer Imbissstube einnahm, während sich der andere schon auf den Weg zum Stadion machte.
Ich gehörte natürlich zu der hungrigen Gruppe.... Am Rande erwähnenswert ist, dass der Burgerverkäufer eine Postkarte aus Leipzig in seiner Bude hängen hatte :)
Alle satt – es konnte weiter gehen. Gegen 14 Uhr erreichten wir das Stadion. Ein großer, von außen sehr hässlicher Kasten, erwartete uns. Nachdem wir unseren Block gefunden hatten und durch die „Kontrolle“ kamen, mussten wir noch mindestens 100 Stufen erklimmen, ehe wir dann unsere Plätze besetzen durften. Mittlerweile war nur noch eine dreiviertel Stunde bis zum Anpfiff des Spiels und das Stadion war noch ziemlich leer. Das wunderte mich doch schon etwas, nicht minder die Dresdner Fußballfans, die jetzt wieder vollzählig waren. Aber dies ließ noch nicht erahnen, was uns während des Spiels in dem, am Ende doch recht gut besuchten, Celtic Park erwartete: Verdutze Gesichter unsererseits auf Grund eines langweiligen Publikums und komischer Sicherheitsvorkehrungen: Den Fans von St. Johnstone war es untersagt aufzustehen um ihre Mannschaft anzufeuern. Diese hatte das nämlich nach einem 3 : 0 Rückstand dringend nötig. Die Fans des Siegerteams, Celtic FC, wiederum schienen kein Interesse an dessen Erfolg zu haben, da sie während des Spiels keinen Ton von sich gaben (bei einem Tor höchstens eine kurze Klatsch-Welle durch Stadion fließen ließen). Den Gesichtern der Männer konnte ich entnehmen, dass sie ebenso „angetan“ von dem Spiel waren, wie ich. Manchmal führte die entstandene Langeweile bei meinen Nachbarn sogar zu einem Besuch im Traumland.
Ich versuchte mich auf das Spiel zu konzentrieren, aber die Reaktion der Kritiker neben mir war doch wesentlich interessanter. Die Tatsache, dass das Stadion schon vor Ende des Spiels bereits zur Hälfte leer war, gab ihnen den Rest.

Der ganze Spaß hat uns jedenfalls alle um 25 Pfund ärmer und um ein „Erlebnis“ reicher gemacht. Meiner Meinung nach um ein ziemlich aufschlussreiches, da ich nicht die einzige Person war, die das Spiel ziemlich langweilig und stimmungsmäßig recht flach fand.

Bilder: www.winhasser.de/bilder/tag-41

Auch am Sonntag konnte ich am Erlebten der Jungs (zumindest bis Mittags) teilhaben. Für diesen Tag war die Tour durch das Stadion der Glasgow Rangers geplant.
Der Wecker klingelte gegen halb 9, wobei ich dann wieder um 9 im Wohn-/Ess-/ Schlafzimmer erschien, um meine frisch getoastete Toastscheibe entgegenzunehmen.
Kurz nach 10 saßen wir dann im Bus, da wir pünktlich halb 11 am Stadion ankommen mussten: Ne halbe Stunde wurde eingeplant, um nochmal das Gebäude von außen in Augenschein zu nehmen. War dies erledigt, betraten wir die Eingangshallen des Ibrox Parks und ließen uns im Warteraum nieder. Um 11 begann dann die Führung in einer Gruppe, bestehend aus uns 6 und noch 2 weiteren Interessenten.
Unser Tourleiter erklärte alles ganz enthusiastisch und machte hier und da einen Witz, den aber nicht jeder witzig fand....
Den Anfang machte die Tour im Medien-/ Presskonferenzraum, in welchem es den Jungs gestattet war auf den Plätzen der intervieweten Mannschaftsmitglieder, Trainer oder sonstige Manager zu sitzen. Dabei freuten sie sich wie Kinder :)
Ich war an diesem Tag die Kamerafrau und knipste fleißig die glücklichen Gesichter meiner Gegenüber.
Die nächste Station war der Blue Room, dem Sitzungsraum, des Stadions. Viele Mosaikbilder von Spielern und anderen wichtigen Männern der Rangers schmückten die Wände dieses Raumes. Etwas kitschig hingegen wirkte ein komischer Pokal (habe nicht verstanden, was das nun darstellen sollte), welcher ganz stolz von dem Tourleiter angeknipst wurde (also war es eine Lampe???).
Als nächstes Zimmer erwartete uns das Büro des Managers. Auch hier konnten meine Begleiter an der Geschichte der Rangers teilhaben, als sie sich auf den alten Stuhl des Managers setzen und das, auch sehr, alte Telefon des Managers in ihren Händen halten durften. :)
Danach ging es wieder in die erste Etage der Eingangshalle, wo wir die Wall of Fame bewundern konnten.
Nächster Teil der Führung war der VIP-Sitzbereich der Haupttribüne im Stadion, den schon Berühmtheiten, wie Sean Connery, nutzen konnten. Von da aus ging es weiter zum Club-, Mitgliederraum, welcher uns wiederum, durch ein paar weitere Gänge, in den Trophäenraum der Glasgow Rangers brachte. Hier verbrachten wir mit Abstand die meiste Zeit, da der Tourleiter jede Menge über die Pokale, Auszeichnungen und Gastgeschenke zu berichten wusste. Meiner Meinung nach ein wenig zu viel...
Nach einer gefühlten Stunde Vortrag ging es dann zu den Umkleidekabinen der Spieler und in den Duschbereich – alles in der Mannschaftsfarbe blau gehalten.
Die Tour endete natürlich auf dem Rasen des Ibrox Parks: Die Auswechselbänke wurden auf ihre Bequemlichkeit getestet (Fazit: sehr bequem) und die letzten Fotos wurden geschossen. Eine Frage, die meinen Begleitern schon die ganze Zeit auf den Zungen brannten musste noch gestellt werden: Wieso ist der Hauptsponsor der Glasgow Rangers eine Biermarke, während im Stadion ausdrückliches Alkoholverbot gilt? - Beantwortet wurde diese Frage allerdings nicht so wirklich.
Schließlich wurde sich für die nette Führung bedankt und wir verließen das Stadion.
Das war der Zeitpunkt für getrennte Wege: Ich machte mich mit dem Bus wieder auf nach Hause, während der männliche Teil weiter zum Hampden Park fuhren, in welchen an dem Tag das Pokalfinale des Co-operative Cups ausgetragen wurde. Wen dieses Spiel interessiert, muss sich auf Marcs Blogteil und Spielbericht verlassen. Hier
Mein restlicher Tag ist nicht wirklich aufregend gewesen: In Paisley bummelte ich noch ein wenig durch diverse Geschäfte und zu Hause machte ich mir 'nen leckeren Cappuccino, legte die Beine hoch und schrieb E-Mails. Nach meinem Mittagessen, bestehend aus selbst gemachtem Nudelsalat, las ich ein wenig, bis die Wohnung wieder vollständig besetzt war.
Den Abend verbrachten wir gemeinsam in der Canal Station Bar, in welcher wir blieben, bis diese gegen 12 pm die Türen schloss.

Bilder: www.winhasser.de/bilder/tag-42

Montag Vormittag schickten wir die Besucher auf ihre eigene Erkundungstour in diverse Nachbarorte, damit Marc und ich in die Uni gehen konnten. Das Praktikum verließen wir kurz vor 2, da wir uns wenig später wieder mit der Gruppe trafen um nach Kilpatrick zu fahren: Es war ein Besuch ich der Auchentoshan Whisky Distillery geplant. Als wir unser Ziel erreicht hatten aus dem Zug stiegen, begrüßte uns ein typisch schottisches Wetter: Nieselregen und dunkle Wolken über unseren Köpfen...
In der Distillery wurden wir sehr freundlich begrüßt und die Tour konnte losgehen. Die Tourleiterin konnte den gesamten Ablauf der Whiskyherstellung sehr verständlich und interessant rüberbringen. In unserer Galerie findet ihr die entsprechenden Bilder: http://www.winhasser.de/bilder/tag-43
Am Ende der Tour gab es noch eine kleine Verkostung zweier verschieden alter Whiskies. Der Erste war ein 10 Jahre alter Whisky, gefolgt von einem etwas jüngerem (bestehend aus 6 und 8 Jahre altem Whisky). Einige von uns deckten sich nach dieser Tour mit einer oder mehreren kleinen Flaschen aus dem Sortiment der Distillery ein und wir verließen das Gelände im strömenden Regen.
Mit dem Zug wieder in Glasgow angekommen, suchten wir uns eine Bar, in der wir essen und etwas trinken konnten. Anstelle von einer typisch britischen Bar, landeten wir in einer amerikanisch angehauchten – machte aber nichts, es gab, was wir wollten.
Jeder aß sich satt und danach gab es für die Jungs Bier und ich gönnte mir ne heiße Schokolade.
Zwei aus unserer Gruppe opferten sich die Jukebox mit Geld zu füttern, um somit etwas musikalische Stimmung in die Bar zu bringen.
Hatte jeder sein/e Getränk/e ausgetrunken, ging es zur nächsten Bar. Diese wirkte schon eher typisch für diese Gegend: klein, rustikal und gefüllt mit schrägen Typen.
Gegen 11 hieß es dann ab in den Zug und nach Hause. In Paisley zeigten wir noch fix unsere Uni, wobei wir während der Führung eingeschlossen wurden und über den Zaun klettern mussten, um das Gelände wieder verlassen zu können.

Der Dienstag war für mich wieder ein einsamer Tag. Während sich der männliche Part einen Fußballtag machte, ging ich in die Uni, um dort die ersten Vorarbeiten an unserem nächsten Beleg zu leisten und die Bilder der letzten Tage hochzuladen. Halb 6 hatte ich dann keine Lust mehr vorm Rechner zu sitzen und begab mich auf den Heimweg. In der Wohnung machte ich mir wieder einen leckeren Cappuccino, knipste den Fernseher an, wobei nur Mist lief, und schnappte mit letztendlich wieder mein Buch, um darin ein wenig vorwärts zu kommen. Mein Abendbrot bestand aus den Pizzarestern, die vom Frühstück übrig blieben. (ja, es gab jede Menge Pizza am Morgen ;) )
Halb 12 kehrten dann die Ausflügler heim und ich verabschiedete mich von den Besuchern, die am nächsten Morgen halb 4 die Wohnung verließen, um ihren Flug kurz vor 7 in Edinburgh zu schaffen.

Die letzten Tage mit dem dresdner Besuch waren, wie ich es erwartet habe: Alle waren sehr nett und es war wirklich interessant/lustig, gemeinsam mit ihnen den schottischen Fußball zu erleben.

#12 - Besuch - Beleg - Besuch

Wieder ist über eine Woche in Paisley vergangen ohne einen neuen Blogeintrag von uns. Dieses Mal lag es aber wirklich nur am Stress, den wir die vergangenen Tage hatten.
Montag musste ein Beleg fertig sein und bis Freitag gleich 2! Also könnt ihr euch ja sicher vorstellen, wie es bei uns die letzten Tage zuging.

Aber natürlich gibt es auch ein paar interessante Dinge zu berichten, mit denen ich gleich anfangen werde.

Vorletzten Samstag, am 13. März, planten wir 4 (Sophie und Anja waren noch bei uns) auf die Insel Arran zu fahren. Ursprünglich wollten wir diese Entscheidung vom Wetter abhängig machen. Da der Wetterbericht aber die beiden Tage des Wochenendes ziemlich traurig aussehen ließ, entschlossen wir uns die Tour auch bei schlechtem Wetter angehen zu lassen.
Der Vormittag verlief genau so, wie die 2 Tage vorher: um 9 war der Erste im Bad und gegen 10 hatte dann jeder einen Bauch voll Nutella- oder Marmeladentoast.
12:26 fuhren wir ab Paisley Gilmour Street Station mit dem Zug nach Ardrossan Harbour – nun endlich auch wieder ohne Schienenersatzverkehr. An der Endhaltestelle dieser Strecke angekommen, waren wir gleich umringt von Segelbooten, Möven (naja, die gibt es hier überall) und Wasser.
Zu unserer großen Enttäuschung mussten wir allerdings feststellen, dass wir noch eine Weile zu warten hatten, bis wir mit der Fähre übers Wasser zur Isle of Arran fahren konnten. Eine Weile bedeutete 2 Stunden :(
Und da die Fähre nach einer Stunde Fahrt erst 16:15 am Hafen der Insel anlegen konnte, hatten wir nur 3 Stunden Besichtigungszeit, bis wir wieder zurück fahren mussten. Ein wenig genervt mussten wir nun entscheiden, ob sich der Ausflug auf die Insel nun noch lohnte oder wir alternativ etwas Anderes unternehmen wollten. Die erste Wahl fiel auf letzteres und wir drehten um und liefen Richtung „Stadtzentrum“ von Ardrossan. Auf dem Hafengelände begegneten wir noch einer etwas sonderbaren Frau, welche auch deutsch zu sein schien und sich an uns heftete, als sie von uns erfuhr, dass man noch 2 Stunden auf die Fähre zu warten hatte.
Ein Abstecher in ein nahegelegenes Kaufhaus ließ sie jedoch abschütteln.
Marc wartete draußen, während wir Mädels uns mit Muffins und Schokolade eindeckten. :)
Die nächsten 1,5 Stunden waren wir dann also in Ardrossan unterwegs und mussten feststellen, dass diese keine wirklich schöne Stadt ist. Diese Einsicht brachte uns wiederum zu der Entscheidung, doch noch zur Insel Arran zu fahren. Also zurück zum Hafen und rein in die, nun endlich eingetroffene, Fähre. Im Schiff suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen und packten unser süßes Proviant aus.
Anja, Marc und ich gingen nach der Hälfte der Fahrt auch mal an Deck um uns kräftig hin und her wehen zu lassen und natürlich Bilder von den vor uns auftauchenden Bergen zu knipsen.
16:10 erreichten wir die Insel und unser erstes Ziel war eine Touristeninformation. Das am ehesten in der Zeit erreichbare Ziel war Brodick Castle. Dieses war schon von Weiten sichtbar und unser Weg führte uns an der Küste entlang. Auch wenn das Wetter nicht das tollste war und es ab und zu etwas nieselte, nahmen wir den Weg auf uns und folgten den Wegweisern zur Burg. Wäre es nicht schon halb 5 (!) gewesen, hätten wir uns noch ein paar nette Geschäfte auf unserem Weg ansehen können: Aber Töpferei, Brauerei und Cheesshop hatten bereits geschlossen...
Das einzig Positive an den frühen Ladenschlusszeiten war, dass wir kostenlos in den Botanischen Garten der Burg gelangen konnten. Dort gab es, wie der Name schon verrät, jede Menge Pflanzen zu bewundern :) Beeindruckend waren vor allem die meterhohen Farnbüsche und die riesigen Rhododendren.
Die Burg an sich war schnell von außen besichtigt und wir machten noch ein paar Gruppenaufnahmen, zur Freude aller Beteiligten ;)
Dann war es auch schon wieder Zeit, sich auf den Rückweg zu machen, wir hatten noch etwas mehr als eine Stunde, bis die Fähre abfuhr.
Als wir wieder bis zur Küste gelaufen waren, dachten wir uns: warum nehmen wir nicht eine Abkürzung, indem wir einfach am Strand entlang laufen würden. Der Abfahrtshafen war ja immer sichtbar und man konnte sich gar nicht verlaufen.
Die ersten paar Bäche, die ins Meer mündeten, waren noch mit einem Sprung oder schnellem Durchlaufen an flachen Stellen mit Leichtigkeit zu überwinden, aber als sie dann immer breiter wurden, zweifelten wir langsam an der Genialität dieser Entscheidung...
Als wir uns dann vor einem wirklich unüberwindbaren Wasserzufluss wiederfanden, mussten wir sogar ein Stück zurück laufen, um uns einen Weg vom Strand weg zu suchen. Der nächste Teil unserer Wanderung (unser Ausflug war nun wirklich als solche zu bezeichnen) führte uns über den gut gepflegten Rasen eines Golfplatzes. Da es aber mittlerweile auch schon dunkler geworden war, waren wir der Meinung, dass uns schon niemand sehen würde. Aber im Gegensatz zum Sandstrand lief es sich richtig gut auf der Wiese :)
Wir erreichten die Fähre noch rechtzeitig, wenn auch total erschöpft und mit schmerzenden Füßen. 19:30 legten wir ab und 2 Stunden später waren wir wieder in der Wohnung in Paisley.
Jeder hatte sich noch was zum Essen geholt und wir konnten mit vollem Bauch und einem lustigen Film den Abend ausklingen lassen.
Bilder: http://www.winhasser.de/bilder/tag-34

Sonntags zog es uns ein weiteres Mal nach Glasgow zum angeblich größten Trödelmarkt Schottlands. Ein Fußmarsch von 30 Minuten brachte uns vor die Tore und Lagerhallen von eben diesem namens Barras. Leider war die Enttäuschung erstmal groß, da sich der Flohmarkt eher als Art Polenmarkt entpuppte. Schnell waren die paar Stände abgeklappert und wir besuchten noch die alten Markthallen, welche mit zum Barras gehörten. Diese erinnerten schon mehr an einen richtigen Flohmarkt, in dem es sich lohnte ein wenig genauer hinzusehen.
Besonders angetan war Sophie von einem Stand mit alten Comics, an dem sie und ich eine Weile wühlten, während sich Marc und Anja die Finger abfroren. Nachdem sie einige Comics „abstauben“ konnte, verließen wir, Sophie voll zufrieden, das Barras-Gelände.
Den Rest des Tages verbrachten wir in unserer Wohnung. Während die Besucher ihre Tasche packten und sich freuten, dass alles Gekaufte hineinpasste, arbeiteten Marc und ich noch an unserem Beleg weiter. Abends schauten wir noch nen Film und gingen recht zeitig schlafen.

Montag war der Tag der Abreise für Sophie und Anja. Wir brachten sie zum Bus und nach der Verabschiedung begann wieder ein ruhiger Unitag mit Arbeiten an unserem Flashbeleg. Nachdem diese erledigt waren, musste auch noch der andere Beleg beendet werden – damit erst einmal genug mit dem für euch sicher unübersichtlichen Belegwirrwarr.

Der 16. März begann mit einem Einkauf bei Morrisons, Mittagessen und dann der Gang zum 2-D-Praktikum (Vorlesung gibt es seit diesem Zeitpunkt nicht mehr, weshalb wir nun den gesamten Dienstag Praktikum haben).

Am Mittwoch war, wie sollte es anders sein, wieder Mobile-Game Development.
Nach der Uni kauften wir in einem recht ominösen Laden einen Haarschneider für sagenhafte 5 Pfund, da Marcs Haare in den letzten anderthalb Monaten echt ganz schön gewachsen waren. Die erste Idee fiel natürlich auf den Besuch eines Friseurs. Da die Angst aber zu groß war, dass er mit einem ungewollten Schnitt den Laden verließ, wollte ich mich mal daran probieren – muss ich ja nun auch langsam mal lernen ;)
Und so schwer ist es ja sicher nicht mit so nem Gerät umzugehen. Marc hatte schon ein wenig Bedenken, was das „Ausprobieren“ wohl für Ergebnisse mit sich bringen konnte, doch zu seinem Glück gab der Haarschneider nach der ersten Inbetriebnahme seinen Geist auf ;)
Der Haufen Schrott landete natürlich gleich im Müll - Naja, immerhin haben wir für die 5 Pfund einen Kamm und eine Schere bekommen...

Donnerstag: Belege, Belege, Belege... mehr gibt’s zu dem Tag eigentlich nicht zu sagen. :)

Der nächste Tag fing auch recht, für Leser, uninteressant an. Neben dem Belegstress, den wir immer noch zu bewältigen hatten, mixten wir jeder noch je einen Nudelsalat zusammen. Zwischendurch musste Marc auch noch mal fix einkaufen, da es an ein paar Zutaten mangelte. Bis 16:30 (Deadline des letzten Belegs) war also wirklich Stress pur angesagt und danach warteten wir nur noch auf die Nachricht von Marcs Fußballfreunden, die an diesem Tag einflogen und uns Bescheid sagen sollten, wenn sie von Edinburgh mit ihrem Mietwagen losfuhren.
Halb 8 pm kam dann die lang ersehnte SMS und uns war klar, dass wir wohl auf den Luxus Auto, sprich auf jede Menge Transportkapazität, verzichten mussten und wir liefen zu zweit zum Morrisons um vor allem das Frühstück für den nächsten Morgen zu sichern. Bier musste natürlich auch her, damit die Kerle zufrieden gestellt waren ;)
Voll bepackt erreichten wir unsere Wohnung und kurze Zeit später fuhr dann schon der Ford mit unserem Besuch vor.
Die obligatorische Wohnungsbesichtigung war schnell erledigt und über die Schlafverhältnisse waren sich die 4 neuen Untermieter auch fix einig: einer in der „Küche“, einer zusammengerollt auf der Couch, der andere vor dem guten Möbelstück im „Wohnzimmer“ und letzterer zwischen Stube und Essbereich ;)

Das soll's erstmal wieder gewesen sein mit dem Bericht. Zu den näheren Informationen der nächsten Tage ist natürlich Marc zuständig, mit ausführlichen Fußballberichten versteht sich.

Bis später also,

es Grüßen Marc und Laura– Cheers and Thanks!

#11 - Mal wieder was vom Marc

Nach über einem Monat Auslandssemester in Schottland, hört ihr endlich mal wieder etwas von mir - Marc.
Da es in den letzten Wochen so viel Lob für Lauras Blogeinträge von allen gab, hatte sie die ehrenhafte Aufgabe für uns zu schreiben. Heute bin ich aber mal wieder dran und ich will keine Kritik hören! :) Ich werde in diesem Blogeintrag als erstes auf die letzten Tage eingehen, seit denen unser Besuch aus Deutschland da ist und danach eine kurze Zusammenfassung aus meiner Sicht der Dinge von unserem ersten Monat in Schottland schreiben.

Nachdem wir Anfang der Woche die üblichen Fächer in der Universität absolvierten, 2D nervt immer mehr (ich bin kein Künstler), kam Mittwoch Nachmittag unser Besuch aus Deutschland an. Wir holten sie Nachmittags in Glasgow ab, nachdem sie bereits den Tag in Edinburgh verbracht haben. Danach ging es gleich nach Paisley, da die beiden sehr erschöpft waren und sich einfach nur ausruhen wollten. Dort angekommen, gab es eine erste Einweisung in unsere Wohnung. Da diese aber sehr klein ist, konnten wir schnell wieder los ziehen, um unsere Universität und die „Innenstadt“ von Paisley zu zeigen.

Am nächsten Tag ging es früh erstmal einkaufen. Trotz der schlechten Wettervorhersage wollten wir es nach dem Mittag riskieren, einen kleinen Ausflug zu unternehmen. Da wir schon seit Langem eine Tour von Howwood nach Lochwinnoch geplant hatten und sich diese jetzt anbot, fuhren wir, nachdem wir uns noch die Paisley Abbey angeschaut haben, Richtung Howwood.
Dort angekommen, legten wir als erstes Ziel den nicht weit entfernten Tempel fest, welcher, auf einem kleinen Hügel stehend, gut vom Zug aus sichtbar ist. Auf dem Weg dahin überholte uns ständig ein Traktor mit einem stinkenden Hänger, was wir aber in dem Moment noch ignorierten. Dies änderte sich jedoch, als plötzlich ein Wanderschild den Weg über das Feld festlegte, auf dem der Traktor seine geruchsintensive Ladung entlud. Naja, hart wie wir sind, ging es natürlich trotzdem über das Feld, da wir ja unser Etappenziel erreichen mussten. Dort angekommen, wurde der Tempel von uns fotografisch festgehalten. Hier sei vielleicht schon mal gesagt, dass alle, dort Anwesenden, Hobbyfotografen sind. Während wir eine Weile am Tempel waren, entdeckten die Mädels jede Menge Schafe. Für sie total toll, für mich … - naja. Nachdem wir, nach gefühlten 2 Stunden, damit fertig waren, die Schafe zu fotografieren (Die armen Schafe waren alle geflüchtet...), ging es dann endlich weiter Richtung Lochwinnoch. Glücklicherweise besserte sich nun das Wetter und die Sonne kam heraus. Auf dem Weg sahen wir noch einige Schwäne, die vor Allem wieder der weibliche Teil als interessante Fotomotive erklärten. Nachdem wir gegen 17:00 an unserem Tagesziel ankamen, ging es auch sofort wieder nach Hause. Zum Abendbrot gab es noch Fish and Chips und einen Film am Notebook.

Heute morgen ging es für Laura und mich erstmal zum St. Mirren Stadion um Karten für das Cup Finale, nächste Woche, zu holen. Sophie und Anja entschieden sich dazu, nochmals zu Morrisons zu gehen, um ein paar Dinge einzukaufen. Nachdem wir erfolgreich die letzten Karten für die kommende Fußballwoche gekauft haben, fuhren die drei Frauen nach Glasgow. Da ich heute ein Telefon-Bewerbungsgespräch hatte, blieb ich zu Hause und bereitete mich auf dieses vor. Nachmittags machte ich mich dann auch auf den Weg in die Stadt. Im Laufe des Tages schauten wir uns die Gallery of Modern Art an und liefen nochmals nach Necropolis, wo wir nun schon das dritte Mal waren. Abends fuhren wir dann voll geschafft nach Hause. Dort wurde dann eine leckere Pizza gegessen.

In den nächsten zwei Tagen wollen wir wieder auf eine Insel fahren, welche sich in der Nähe von Largs befindet. Außerdem wollen wir nochmal nach Glasgow, da noch der Wunsch besteht den größten Flohmarkt Schottlands zu besichtigen. Die Reihenfolge der Ausflüge machen wir jedoch vom Wetter abhängig. Weiterhin werden wir nächste Woche unseren Flash-Beleg fertig machen, bevor am Freitag dann meine Fußballfreunde kommen werden.

Soweit der Stand der letzten Tage. Nun werde ich mal, aus meiner Sicht, auf die Dinge eingehen, die wir im letzten Monat erlebt haben.

Beginnen möchte ich mit meinem Englisch, da ich danach von den Meisten immer wieder gefragt werden. Eigentlich ist es ganz okay. Die erste Woche war ziemlich hart, da wir noch jede Menge bürokratische Dinge erledigen mussten. Das hätte ich vermutlich alleine nicht geschafft. Aber durch Lauras Hilfe sind wir beide offiziell an der Universität eingeschrieben und haben unseren Studentenausweis. Ansonsten komm ich eigentlich halbwegs zurecht. Einkaufen und Bus fahren sind alles kein Problem, also überleben könnte ich schon Mal alleine ;) Die Professoren versteht man teilweise durch ihren schottischen Akzent nicht so gut, doch da sie alle Folien zum Mitlesen haben, ist das auch kein großes Problem. Außerdem sind hier alle sehr nett, so dass einem bei eventuellen Fragen immer geholfen wird. Wenn ich gerade beim Thema Universität bin, möchte ich vielleicht noch etwas näher auf sie eingehen.

Langsam finden wir uns in den Labyrinthen des Uni-Gebäudes zurecht und schaffen es nun in weniger als 10 Minuten zu unseren Vorlesungs- oder Praktikumsräume zu gelangen. Das ist hier gar nicht so einfach, da alle Häuser mit scheinbar endlosen Gängen verbunden sind und irgendwie alles gleich aussieht. Die von uns ausgesuchten Fächer sind alle sehr interessant. Für mich kompliziert ist das Fach 2D, was aber an meinem fehlenden Talent für's Zeichnen liegt. Aber ich denke mit meinen Strichmännchen werde ich selbst das schaffen. Die anderen Fächer sind da schon eher mein Ding. Zum Beispiel werden wir dieses Semester ein Handygame programmieren. Laura und ich werden zusammen Supertux nachprogrammieren bzw etwas abändern. Sobald es eine erste Alpha Version gibt, werdet ihr sie hier natürlich als Erstes finden :) Im dritten Fach programmieren wir mit Flash. Bis nächste Woche müssen wir ein Interface zum Buchen eines Urlaubs programmieren und danach haben wir bis zum Ende des Semester Zeit für ein Flashgame. Mit dem ersten Teil bin ich eigentlich schon seit letzter Woche fertig und vielleicht werde ich es die Tage mal online stellen, damit ihr vielleicht noch ein paar Bugs für mich findet.

Ansonsten ist es in Schottland gar nicht viel anders, als in Deutschland. Es gibt das selbe Essen wie in Deutschland, außer Nimm2 Bonbons, aber da hat mir Lauras Schwester ein paar mitgebracht, worüber ich mich sehr gefreut hab. Einen großen Unterschied stellt momentan das Wetter dar, da hier schon der Frühling begonnen hat.
Zu den großen Erlebnissen zählt hier außerdem das Busfahren. Immer wieder Wahnsinn, dass es zu keinen Unfällen kommt oder das diese „Busse“ überhaupt noch fahren. Auch interessant ist, dass es hier viele verschiedene Busunternehmen gibt und man natürlich für alle verschiedene Fahrkarten benötigt, die es zu verschiedenen Preisen gibt. Also nicht einfach in einen Bus einsteigen, obwohl da die Nummer drauf steht auf die man wartet, es könnte das falsche Unternehmen sein...
Auf den Wetterberichte kann man sich eigentlich auch nie verlassen, außer vielleicht, dass es nicht so wird, wie es vorhergesagt wurde. Aber naja, daran gewöhnt man sich mit der Zeit.

Am Ende möchte ich nochmal dafür Werbung machen, was ihr in den nächsten drei Monaten hier lesen und wir erleben werden. Auf jeden Fall werden wir mindestens eine Highland Tour machen, außerdem wollen wir auch nochmal nach Edinburgh und vielleicht nach London. Ansonsten planen wir uns, sobald es noch etwas wärmer wird, ein paar Fahrräder auszuleihen und so ein paar Touren zu machen. Nächste Woche wird es ein paar Infos zum schottischen Fußball geben.

Ich hoffe, dass es nicht zu schlimm war, dass ich mal wieder etwas schreiben wollte. Laura wird sicherlich auch bald wieder etwas schreiben.

Viele Grüße aus Schottland
Laura und Marc

Spruch des Abends: "Boar, herzt mein Klopf schnell!" (- by Laura)

#10 - Die 4. Woche in Schottland

Das ging jetzt wirklich zu weit! Eine ganze Woche lang haben wir euch nicht wissen lassen, was wir hier in Schottland so getrieben haben... Allerdings muss ich euch gleich etwas enttäuschen: Den größten Teil der Zeit verbrachten wir in unserer Uni. Da wir Beide noch jeweils einen Programmierbeleg anfertigen müssen, war uns vor der letzten Woche bereits klar, dass wir uns Nichts weiter vornehmen brauchten...

Montag, der 1. März, begann damit, dass wir Strom auf unser „tolles“ Prepaid-Meter laden mussten, da dieses in den kritischen Bereich von unter einem Pound abgerutscht war und uns mit nervenden Warntönen ständig daran erinnerte. War dies erledigt, begaben wir uns in die UNI um den Flash-Tag richtig beginnen zu lassen. Wir bastelten fleißig an unseren Projekten und erfreuten uns an der Sonne, die sich endlich mal wieder blicken ließ und durch die Fenster schien.... Unfair nur, dass wir an unserem Wochenende davor vergeblich auf sie warteten und sie sich erst dann wieder zeigt, wenn wir sie nicht wirklich genießen können.

Auch der Dienstag war sonnig und das machte es um so schwerer, die Schul-/Unibank zu drücken. Mit Headsets ausgestattet, durften wir im Praktikum von 2D Lippensynchronisation nach vorgegebenen Sounds animieren. Wir beiden entschieden uns, unabhängig von einander, für den vermeintlichen Nachrichtensprecher, da die schreiende Frau unverständlich war und die Mimik des wütenden Mannes zu schwer zu animieren sein würde.
Am späten Nachmittag drehten wir noch eine Runde in Paisley und besuchten das St. Mirren Stadium. ( http://www.winhasser.de/bilder/tag-23 )

Mittwochs bekamen wir dann auch endlich das Thema und die Termine für unser Handyspiel-projekt. Marc begann schon während der Vorlesung den Großteil unseres Spiels zu planen und ich versuchte mich an ein paar Skizzen für den Hauptcharakter unserer virtuellen Welt.
Das Praktikum war schnell vorbei, da die Ideenfindung schon weit voran geschritten war und wir sonst keine Aufgaben zu erledigen hatten.

Endlich begann das Wochenende und für diesen Tag (der 4. März) hatten wir sogar mal was geplant: Auf nach Glasgow! Da der Ausflug aber nicht nur auf der Einkaufsstraße stattfinden sollte, beschlossen wir Necropolis nochmal aufzusuchen. Der Weg dahin führte durch das riesige Campusgelände Glasgows und wir waren beeindruckt. Vor allem von den Studentenwohnheimen, die eine eigene riesige Wohnsiedlung darstellte.
Das weitläufige Gelände von Necropolis umrundeten wir ein Mal und knipsten viele Fotos. Die Sonne, die über uns schien, ermöglichte es recht eindrucksvolle Bilder zu schießen. Den Spaziergang rundeten wir mit einem Besuch in der St. Mungo's Cathedral ab.
(Bilder: http://www.winhasser.de/bilder/tag-25 )
Danach ging es wieder zurück Richtung Stadtzentrum, wo wir uns zunächst bei Sainsbury einen Orangensaft und ein paar Muffins holten. Mit nicht mehr ganz so leeren Mägen und trockenen Hälsen zog es uns in die Buchanan Galleries. In den Disneyladen musste ich unbedingt und Marc ließ sich dazu breitschlagen, mich zu begleiten. Neben viel Kitsch gab es auch tolle Sachen: Zum Beispiel eine ganz besonders niedliche Tasse von IAah (den ja hoffentlich jeder aus Winnie Pooh kennt ^^) Nach langem Überlegen habe ich sie wieder zurück ins Regal gestellt und wir sind zum nächsten Laden gelaufen. Marc's Hauptmission war es dieses Mal einen Filter für seine Nikon zu finden. In den Galleries suchten wir aber vergeblich, also setzten wir unsere Suche auf der Sauchihall Street fort. Wir fanden ein Kamerageschäft und dort gab es nicht nur die gesuchten Filter, sondern Marc verguckte sich gleich noch in ein Objektiv. Den Kauf dieser Dinge verschoben wir allerdings auf einen anderen Tag. Als es dann dunkler und kälter wurde und die Läden schon fast alle schlossen, schlugen wir die Richtung zum nächsten Pizza Hut ein. Wohl oder übel mussten wir also wieder durch die Galleries, was mich dazu verleitete, die Tasse aus dem Disneyladen doch noch zu holen ;)

Da der Wetterbericht für den Freitag Regen ankündigte, war unser einziges Ziel das Lernzentrum der Universität. Bis 22 Uhr hockten wir also in diesem großen Gemeinschaftsraum (mit Essenspause zwischendurch) und programmierten. Die Sonne schien draußen vor dem Fenster übrigens ohne Unterlass :(

Der Samstag stellte das gleiche Szenario dar: Lernen und Arbeiten, während die Sonne uns vom Himmel aus durch die Scheiben anlachte...

Zum Sonntag gibt es auch nicht Viel zu berichten: Uni Uni Uni... wie langweilig. Aber lange hielt es uns dieses Mal nicht auf den Stühlen und wir drehten am späten Nachmittag noch eine kleine Runde, auf welcher wir im Gewerbegebiet Paisley's landeten. Außerdem entdeckten wir noch das alte, halb-abgerissene Stadion von St. Mirren.

So viel zu unserer letzten „aufregenden“ Woche in Schottland :)

Die nächste kann nur besser werden, da unser erster Besuch aus Deutschland ansteht!

#9 - Largs und Cumbrae Island

Am letzten Sonntag unternahmen wir mal wieder etwas Größeres, nachdem uns der Regen an den vorherigen Tagen einen Strich durch die Rechnung machte.
Plan war es, nach Largs zu fahren, um von dort aus auf die anliegende Insel Great Cumbrae Island zu erreichen.
Laut Aussage des Wetterberichtes, richteten wir uns also auf einen sonnigen, klaren Tag ein. Der erste Blick aus dem Fenster am Morgen verriet allerdings, dass wir uns zu früh gefreut hatten. Dennoch wollten wir den Ausflug nicht ausfallen lassen und liefen zum Bahnhof. Mit den Karten in der Hand warteten wir auf unserem Bahnsteig und wunderten uns über die Anzeige, die verriet, dass unser Zug erstens später fuhr und zweitens nicht bis zum Ende der Strecke. Am Fahrkartenschalter erfuhren wir, dass zwischen Johnstone und Kilwinning Busse als Schienenersatz verkehrten. Des Weiteren wurden wir auf die verzögerte Reisedauer hingewiesen, welche sich von ursprünglich einer Stunde, auf 2 Stunden erstreckte. Die Tickets hatten wir nun schon gekauft und geplant war der Ausflug auch schon, also stiegen wir in den Zug nach Johnstone. Während der Fahrt mit dem Bus fingen wir an zu bereuen, dass wir auf das Mittagessen verzichtet und auch nichts Essbares mitgenommen hatten. Mit dem Hunger ließ es sich aber noch aushalten und weit war es auch nicht mehr, als wir in Kilwinning in die Bahn stiegen.
Gegen 2 pm waren wir in Largs. Auf dem Weg zum Wasser holten wir uns noch 2 Burger und stillten somit den aufkommenden Hunger. Die Anlegestelle der Fähre zur Cumbrae Island war nicht weit entfernt und als wir sie erreichten legte sie gerade wieder ab. Da sie aber aller 30 Minuten zur Insel übersetzte, brauchten wir nicht lange zu warten. Wir nutzten die Zeit, um am Wasser entlang zu laufen und die dunklen Wolken über uns, sowie die Regenwolken über der Insel missmutig zu beobachten.
Bevor es dann wirklich an Bord der Fähre ging, wärmten wir uns noch mit einer heißem Schokolade auf. Nach der 10 minütigen Fahrt standen wir dann also auf Cumbrae Island! Von der anderen Seite des Ufers aus, schätzte Marc die Insel auf eine Länge von 2-3 Kilometern, doch als wir dann auf deren Boden standen, mussten wir uns eingestehen, dass wir wohl doch eine Menge mehr zu erkunden und zu erlaufen hatten. Auf einer Übersichtskarte waren diverse Wanderwege für die Besucher der Insel eingezeichnet und da unsere Uhren erst halb 4 anzeigten, entschlossen wir uns für die längste Strecke. Wir starteten also unsere Wanderung auf einer Straße, die um die gesamte Insel herum führt. Hier und da knipsten wir ein Foto und beobachteten die Regenwolken, welche sich dieses Mal vom Festland auf uns zu bewegten. Unterwegs trafen wir eine Gruppe von Gänsen, die bedrohlich auf uns zu gewatschelt kam, doch als ich dann die Kamera zückte und entschlossen auf sie zuging, verloren sie wohl ihren Mut und kehrten uns die Rücken zu. Auch die Rinder, denen wir begegneten, waren wenig an uns und der Kamera interessiert. Ein, an die Felswand gemaltes, Gesicht, hielten wir für einen lustigen Streich – später entpuppte sich dieses jedoch als Sehenswürdigkeit :)
Nachdem wir nun schon eine Weile gelaufen waren und die Zeit ziemlich vorangeschritten war, machten wir uns dann doch etwas Sorgen, ob es besser war umzukehren oder wir weiter vorwärts wagen sollten, in der Hoffnung, dass die Insel nicht mehr sooo lang war.
Wir entschlossen uns dafür, noch ein wenig mehr von Cumbrae Island zu sehen – Laut Fahrplan fuhr die Fähre ja bis 20:30 und bis dahin blieb uns noch ein wenig Zeit. Den Regenwolken schienen wir auch entkommen zu sein, was uns zusätzlich noch zum Weiterzulaufen anspornte. Nach gelaufenen 1,5 und gefühlten 3 Stunden entdeckten wir dann den Zugang zu einen der anderen Wanderwege. Nun standen wir also vor der Entscheidung: unseren angefangenen Weg abbrechen und den neuen in Angriff nehmen oder doch noch unsere Richtung beibehalten. Wir wagten uns noch um die nächste Felsenecke und als wir sahen, wie lange die Insel noch zu sein schien, drehten wir auf der Stelle um und bogen in die vermeintliche Abkürzung ein. Der steinige Weg, der vor uns auftauchte, ließ uns schon etwas stutzig werden, doch als dieser uns auch noch auf einen Hügel führte, der keinerlei Wege oder Hinweise auf eine Laufrichtung aufweisen konnte, blieb uns die Spucke ganz weg. Naja, mutig, wie wir sind, wagten wir es dennoch durch's knie-hohe Gestrüpp und an manchen Stellen ließ sich sogar ein Pfad erahnen.
Um so mehr freuten wir uns über die Häuser, die in der Ferne auftauchten und sich nach und nach als kleine Stadt offenbarten.
Nachdem wir diese erreicht hatten, fanden wir auch endlich wieder eine Übersichtskarte und wir mussten uns nicht mehr so verloren fühlen...
Die Karte der Insel ließ uns wissen, dass wir uns in der Stadt Millport befanden. Dies wiederum hieß, dass wir nochmal so lange brauchten, um zurück zu Fähre zu kommen :( Da auch langsam die Dämmerung einsetzte, beeilten wir uns, was wohl später der Hauptgrund für die Fußschmerzen war. Im Lauschritt schafften wir es bis halb 7 zurück zur Anlegestelle unserer Fähre und konnten erstmal verschnaufen. Während wir auf die Rückkehr des ersehnten Schiffes warteten, knipsten wir noch einige Bilder von Largs' Ufer in hübscher Abendatmosphäre.
Als wir dieses dann eine halbe Stunde später erreichten und uns in den Zug setzen konnten, waren wir doch recht glücklich darüber. Der Ausflug war zwar wirklich toll, aber das Hetzen machte die ganze Angelegenheit sehr anstrengend und vor allem die Füße sollten noch Tage später ihr Leid davon tragen.

Das war's also wieder von unserem letzten Ausflug und ich entschuldige mich für die langen Wartezeiten und zusätzlich noch für die Länge des Blogeintrags ^^ - lasst es mich wissen, falls ich mich das nächste Mal kürzer fassen soll :)

Wiedermal liebe Grüße aus Schottland,

Marc und Laura

Bilder gibt's auch wieder: http://www.winhasser.de/bilder/tag-21

#8 - Nix Besonderes

Hallo fleißige Leser :)

weil es das letzte Mal so lange gedauert hat, bis sich ein neuer Blogeintrag auf dieser Seite blicken ließ, setz' ich mich jetzt daran, etwas über die letzten Tage zu schreiben.

Im Moment befindet sich Marc im Bad und putzt und ich sitze im Wohnzimmer und behalte die Waschmaschine im Auge ;)
Nicht, dass jetzt der Anschein entsteht, er muss alleine den Haushalt schmeißen: ich habe heute auch schon Teile dazu beigetragen ^^
Zum Beispiel hat der Wasserkocher heute schon 3 Mal seine Dienste geleistet, damit ich mit warmen Wasser den Aufwasch erledigen konnte. Die Küche wurde Vorgestern von mir geputzt und die restlichen Zimmer machen wir auch noch...später.
Bald gibt es auch Mittag, welches aus Reis, Hühnchen und einer geheimen Soße (mir wurde nicht verraten, um welche es sich handelt ;) ) bestehen wird.
Mittlerweile ist die Waschmaschine durch und es ist wieder etwas Ruhe eingekehrt. Das Ding ist ja wirklich wahnsinnig laut und uns tun unsere Nachbarn leid, da wir gestern eine Wäsche bis halb 11 haben laufen lassen ;)
Wenn die Maschine richtig loslegt, versteht man sein Wort nicht mehr und der ganze Wohnzimmerfußboden fängt an zu wackeln...Angst. Aber falls die Nachbarn versucht haben, sich zu beschweren, werden sie mit ihrem Klopfen nicht gegen unser Donnern angekommen sein... schade eigentlich ;)

So, nun erstmal was zu den letzten 2 Tagen:

Donnerstag war ein sehr verregneter und ungemütlicher Tag, also deklarierten wir ihn zum Einkaufstag. Lange blieben wir im Bett liegen, aber irgendwann rafften wir uns dann auf und liefen zum Bus.
Auf das Mittagessen verzichteten wir.
Während der Busfahrt hatten wir große Mühe zu erkennen, wo wir gerade sind, da die Scheiben beschlagen waren und der Regen vor dem Fenster die Sicht zusätzlich einschränkte. Anders als in Deutschland werden hier nie die nächsten Haltestellen durchgesagt, geschweige denn, findet man eine Streckenübersicht im Bus. Deshalb muss man wissen, wo man aussteigt, beziehungsweise muss man es sehen. So klebten wir also mit unseren Augen an der Scheibe und hofften, das Stadion der Rangers zu entdecken, welches Marc vor unserem Einkauf besichtigen wollte.
Zum Glück ist es nicht gerade klein und liegt direkt an der Straße, also standen wir ein paar Minuten später wieder im Regen und marschierten zum Stadion. Riesige Pfützen und nicht gerade wasserdichte Schuhe veranlassten mich zu dem Wunsch Gummistiefel haben zu wollen :)
Nur gegen den riesigen Wasserschwall, den ein vorbeifahrender LKW auf uns niedersausen lies, werden wohl so ein paar lustige Gummischuhe nicht ankommen. :(
Total durchnässt knipsten wir also die gewünschten Stadionfotos und setzten uns 'ne halbe Stunde später wieder in den warmen Bus um zum Ikea zu fahren.
Im eben genannten Möbelhaus packten wir zunächst ein Set Schneidebretter ein und steuerten gleich danach unser Hauptziel an: Die Teppiche! Damit unsere Füße nicht auf dem kalten Wohnungsboden erfrieren und unsere Gäste nicht auf bloßem Boden schlafen müssen, hatten wir beschlossen uns mit ein paar kleinen Teppichen einzudecken. Am Ziel angekommen, wurde dann erst einmal gegrübelt, welche Farben und wie viele wir holen wollten. Wir entschieden uns für 6 Stück in den verschiedensten Farben. Besonders angetan hatte es uns (oder besonders mir) ein blau gestreifter, der als Ausstellungsstück an eine Stange gebunden vor uns hing. Also wühlten wir uns durch den riesigen Teppichstapel um eben solch einen ausfindig zu machen. Als wir dann schon den gesamten Haufen so gut wie umgeschichtet hatten und ich mich am liebsten hineingeworfen hätte, um das Wunschteil zu ergattern, war es an der Zeit sich einzugestehen, dass wir wohl zu einer Alternative greifen mussten. Mit den 6 Teppichen und den Schneidebrettern, sowie einer Tragetasche, machten wir uns auf zur Kasse.
Danach zog es uns in das große Einkaufzentrum, welches sich direkt auf der anderen Straßenseite von Ikea befindet.
Wir staunten nicht schlecht, als uns die Öffnungszeiten darauf hinwiesen, dass die Geschäfte dort erst um 9 pm die Türen schließen!!!
Im Warmen angekommen, suchten wir hauptsächlich nach Schuhgeschäften, um meinen Gummistiefel-Wunsch zu erfüllen. Trotz jeder Menge Schuhläden wurden wir nicht fündig.
Wenigstens unser Hunger ließ sich bei KFC stillen. Auf dem Weg Richtung Ausgang des Einkaufszentrums, nahmen wir noch einen Musik-/DVD-Laden mit. Dort leisteten wir uns 2 sehr preiswerte DVD's, um das Abendprogramm für die nächsten Tage zu sichern. Auch positiv: dank fehlender deutscher Sprachausgabe, können wir uns an ein wenig Englischunterricht erfreuen :)
Die Heimfahrt war ruhig, bzw. waren wir schon gewohnt, dass man mit den Bussen die Fahrt durch jedes noch so kleine Schlagloch spürt und man dabei ein wenig durchgeschüttelt wird.
Der Regen hatte glücklicherweise auch nachgelassen.

Den Tag gestern verbrachten wir größtenteils im Lernzentrum unserer Uni. Dort programmierten wir vor allem an einem Programm, welches schon lange auf der Warteliste steht :)
Im Laufe dieser Zeit verdrückte jeder von uns seine persönliche Tafel Schokolade und ich gönnte mir noch einen leckeren Caramel Macchiato aus der Cafeteria. Als etwas störend empfanden wir manchmal die Geräuschkulisse um uns herum: Zu unserem Pech war der Raum gut besucht ;)
Viel mehr Interessantes gibt es zu dem gestrigen Tag gar nicht zu berichten, außer vielleicht, dass wir nach dem Abendbrot die letzten Desperate Housewives Folgen nachholten.

Sooo... mittlerweile haben wir Mittag gegessen und die geheime Soße war eine indisch-scharfe die super zum Hühnchen passte :) Sehr lecker!
Was machen wir jetzt? Wir gehen mal nach Gummistiefeln gucken ^^ Außerdem besorgen wir noch die Schlagsahne, die Marc heute früh bei seinem Einkauf nicht finden konnte.

Wir melden uns bald wieder, bis dahin viel Spaß mit eurer Sonne und den Frühlingstemperaturen :P

Marc und Laura

#7 - Die vergangenen 5 Tage

Es wird echt mal wieder Zeit für einen neuen Blogeintrag, mittlerweile ist ja auch schon wieder Donnerstag morgen und ein neues langes Wochenende beginnt.

Also fang ich mal der Reihenfolge nach an: Letzte Woche Samstag, der 20.02., war ein ziemlich ruhiger Tag. Während Marc auf sein wichtiges Einschreiben wartete, machte ich mich mal auf Richtung Morrisons um unsere Essensvorräte aufzustocken. Außerdem fehlte uns ein sehr wichtiges Utensil, welches ich von meiner Einkauftour mitbringen musste: nämlich ein Besen!
Kehrblech und Handfeger, die uns in unserer Wohnung zur Verfügung stehen, sind nicht wirklich zu gebrauchen, da sie eher mehr Dreck verursachen, als dass wir ihn damit beseitigen.
Also mal los gedackelt mit ner großen Tasche und ein paar Tüten, damit ich auch ja viel mitbekomme. Die Runde im Morrisons war schnell erledigt, aber klar, dass ich mit mindestens 2 Beuteln extra und natürlich dem neuen Besen unterm Arm wieder nach Hause lief. Den Fisch, den es in den nächsten Tagen zum Essen geben sollte, legte ich – 2x eingepackt – in meine Tasche. Das sollte sich als großer Fehler herausstellen, da sie bis jetzt noch nach dem Zeug riecht :(
Die Post war bis dahin auch noch nicht bei uns und Marc freute sich, da wir nach meiner Rückkehr endlich Mittag essen konnten.
Am späten Nachmittag wollten wir nochmal nach Lochwinnoch, weil wir auf der Zugstrecke dahin einen schönen Hügel entdeckten, der sich gerade dazu anbot, erklommen zu werden. Außerdem hatten wir die Idee von diesem Aussichtspunkt ein paar schöne Bilder vom Sonnenuntergang zu knipsen.
Katrin war auch dabei und zu dritt gingen wir zu Paisley's Bahnhof. Schnell kauften wir die Fahrkarten, darin sind wir mittlerweile Profis, und stiegen in den nächsten Zug nach Largs, der auch (meistens) in Lochwinnoch hält. Allerdings merkten wir kurz vor unserem Zielbahnhof, dass der Zug ungewöhnlich schnell fuhr, wobei er doch jeden Moment halten müsste. Als wir den bekannten Bahnsteig an uns vorbeiziehen sahen, fiel uns mit großen Augen ein, dass wir genau so eine Bahn erwischten, die die Hälfte der Haltestellen auslässt. So landeten wir also in Glengarnock...
Naja, wenigstens sahen wir das erste Mal Hochlandrinder, die auf unseren Fotos zu bewundern sind, waren auf einem Rugby Feld und sahen unser 4. Loch: Kilbirnie Loch.
Nur blieb uns der Blick auf den Sonnenuntergang durch zu viele Wolken verwehrt. Sehr, sehr kalt war es auch, also waren wir dann froh wieder Heime zu fahren... Das nächste Mal lesen wir die Anzeigen auf dem Bahnhof besser ;)

Bilder von diesem Tag: http://www.winhasser.de/bilder/tag-13

Am 21. 02., also Sonntags, standen wir extra früh auf, um pünktlich um 10 im Zug nach Glasgow zu sitzen. Von dort ging es dann in den nächsten Zug nach Edinburgh. Auf der Fahrt plante Marc schon mal die Route für unseren ersten Aufenthalt in Schottlands Hauptstadt. Gegen halb 12 hatten wir unsere Endhaltestelle erreicht.
Der erste Gang führte uns in ein Starbucks, um uns dort, mit einer leckeren Caramel Hot Chocolate für mich und einer grooooßen Tasse feinste heiße Schokolade für Marc, aufzuwärmen. Danach konnte es losgehen. In der Altstadt von Edinburgh bummelten wir durch die Straßen und Gassen an den verschiedensten hübschen Gebäuden vorbei, um uns dann auf dem Campusgelände der Stadt wiederzufinden. Dieses besteht hauptsächlich aus beeindruckenden großen, modernen Gebäuden – Das Haus für die Informatikstudenten musste natürlich fotografiert werden.
Das nächste Ziel war die Edinburgh Castle. Um die Burg zu erreichen war erstmal Treppensteigen angesagt. Oben angekommen konnten wir ein paar ganz ordentliche Bilder von der Stadt machen, Beim Dauerknipsen und sich dabei Drehen für ein Panoramabild, lies die Leute um uns komisch gucken. Die Burg wollte natürlich von uns besichtigt werden, doch als wir den Eintrittpreis erfragten (22 Pfund pro Person und ohne Studentenrabatt) verließen wir das Burggelände ganz schnell wieder. Mit knurrenden Mägen setzten wir uns in den Park(Princess Street Gardens) hinter der Burg auf eine Bank und packten unsere mitgebrachten Kekse aus. Zu dem Zeitpunkt war das letzte bisschen Sonne hinter den Wolken versteckt und uns froren Hände und Po ein. Zum Glück hatten auf der Einkaufsstraße 'Princess Street', trotz Sonntag, ein paar Klamottenläden auf, in denen wir uns aufwärmen konnten.
Danach setzten wir unseren Spaziergang fort. Es zog uns in die Neustadt, wo wir viele hübsche Wohnhäuser bewundern konnten. Zur Befriedigung unserer Neugierde hatten wir, dank großer Fenster und wenigen Gardinen, die Möglichkeit in die großen Wohnungen dieser noblen Gegend zu schielen. Auch sehr interessant waren für uns die Wohnungen, die sich auf Kellerhöhe befanden und für dessen Erreichen man noch mindestens eine Treppe nach unten in ihre winzigen steinernen Vorhöfe steige musste.
Wiederum etwas merkwürdig waren die abgesperrten Parks, die nur von den Anwohnern betreten werden können, da sie wahrscheinlich glückliche Schlüsselsbesitzer sind.
Uns blieb der Zugang zu fast jedem Park in Edinburgh verwehrt – keine Ahnung, ob das an dem Wochentag liegt oder generell so ist...
Die Zeit verging ziemlich schnell und die Sonne kam dem Horizont immer näher, also steuerten wir unser letztes Ziel für diesen Tag an: der Calton Hill.
Auf diesem Hügel findet man einige große und kleine Denkmäler und auch die Aussicht war nicht zu verachten. Wir waren also nicht die Einzigen, die hier ihre Kamera zückten.
Als dann genug Fotos geschossen, steuerten wir wieder unseren Bahnhof an. Vorher gab es noch ein ein leckeres Abendbrot bei Pizza Express.
Die Heimfahrt verlief ruhig und die Wärme und unsere schmerzenden Füße machten uns müde.

Die Bilder aus Edinburgh: http://www.winhasser.de/bilder/tag-14

Montag war dann wieder Flash Programming angesagt. Die Vorlesung war schnell vorbei, da wir in dieser die Möglichkeit hatten, Fragen zu unserem Programmierbeleg zu stellen. Wie es nun mal üblich ist, war der Fragekatalog schnell erschöpft und wir hatten eine gute halbe Stunde eher Schluss.
Im Praktikum bastelte Marc fleißig an seinem Programm weiter, während ich gerade mal mit dem Design begann.
Gegen 5 pm verließen wir die Uni und schoben uns eine große Pizza in den Backofen.

In 2D Animation, Am 23. Februar, mussten wir wieder unsere zeichnerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Im Praktikum bekamen wir die Aufgabe uns eins von 5 Szenarien auszusuchen und zu animieren. Marc suchte sich den springenden Menschen aus und ich den, der mit einem Hammer irgendwo drauf hauen soll ;) beides sehr schwer in die Tat umzusetzen, vor allem, wenn es realistisch aussehen soll...
Halb 8 pm fuhren wir nach Glasgow um gemeinsam mit Katrin und René deren letzten Abend in Schottland zu verbringen.
Es gab Pizza für Marc und Pasta für mich und Katrin. René aß typisch schottisches Putensteak ;)
Wir schwatzten noch eine Weile über Erlebtes und holten uns neue Tipps und Anregungen für unsere nächsten Wochen hier in Schottland und gegen 10 war jeder wieder in seiner Wohnung.

Gestern erfreuten wir uns wieder an ein bisschen Javaprogrammierung...hehe. Wir hatten schon ganz schön an den Aufgaben zu grübeln. Um uns herum wurden es immer weniger in dem Praktikumsraum, während wir noch voll am Arbeiten waren. Irgendwie kam es uns so vor, als währen wir die einzigen, die sich wirklich mit dem Geforderten beschäftigten ;)
Auf dem Hochschulgelände trafen wir die nächsten, uns bekannten, mittweidaer Studenten, die uns sicherlich auch wieder mit ein paar guten Tipps für die Uni und Schottland weiterhelfen können.
Fast hätte ich vergessen zu erwähnen, welcher Schock uns am Morgen dieses Tages ereilte, als wir aus dem Fenster sahen: es schneite!!! :( Auch im Laufe des Tages lies das Nass von oben nicht nach und so mussten wir im Schneeregen und durch den Matsch auf den Wegen nach Hause laufen. (Bilder vom Schnee: http://www.winhasser.de/bilder/tag-17 hier hat das Schneien gerade erst angefangen...)
Auch wenn man bei dem Wetter am liebsten in der Wohnung bleibt, rafften wir uns noch ein Mal auf, um mit unseren Notebooks bepackt zurück in die Uni zu laufen. Dort wollten wir uns wiedermal an dem Wlan versuchen, welches wirklich nicht zu ertragen ist. Wie sollte es anders sein: Marc ärgerte sich den gesamten Abend in der Bibo mit dem Hochschulnetz rum.
Naja, zwei Portionen Fish und Chips auf dem Heimweg ließen die Laune wieder besser werden. Gelernt haben wir auch wieder was: 2 GROßE Portionen Fish and Chips sind für uns zu viel – das nächste Mal lieber 2 mittlere :)

Heute werden wir wohl auch nicht allzu viel machen, da meine Schuhe durch den Schneematsch von gestern noch nass sind und es draußen nicht wirklich besser aussieht.
Wir haben uns entschlossen zuerst das Rangers Fußballstadion zu besuchen und danach in das riesige Einkaufszentrum (mit IKEA) zu fahren, welches wir mal auf der Busstrecke nach Glasgow ausfindig gemacht haben.

Bis zum nächsten Blogeintrag,

Cheers, Marc und Laura

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